#7 Warum der stationäre Handel unverzichtbar bleibt – Barbara Priewasser-Höller von Lederwaren Höller

Shownotes

Barbara Priewasser-Höller, Geschäftsführerin von Lederwaren Höller in Wels, verbindet Erfahrung, Werte und persönliche Kundennähe auf einzigartige Weise. In dieser Folge von „Ich bin Unternehmerin PUNKT“ erzählt sie, wie sie ihr Traditionsgeschäft in der Innenstadt erfolgreich führt und welchen Beitrag Zusammenhalt zwischen Unternehmen und ein starkes Netzwerk zur Belebung von Innenstädten leisten. Sie erklärt, warum der stationäre Handel auch heute unverzichtbar ist und wie herausragender Service, Qualität und individuelle Beratung den Unterschied machen. Die Episode liefert inspirierende Einblicke in ihr Unternehmerinnenleben, ihre Haltung und die besondere Bedeutung des Standorts für die Region.

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"Ich bin Unternehmerin PUNKT“ wird produziert von wepodit.

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00:00:07: Herzlich willkommen zu unserem Podcast.

00:00:09: Ich bin Unternehmerin Punkt von Frau in der Wirtschaft Oberösterreich, dem Podcast mit inspirierenden Erfolgsgeschichten von Unternehmerinnen aus ganz Oberösterreich.

00:00:18: Mein Name ist Lisa Siegel und ich freue mich dich jeden Monat bei einer Reise durch alle Bezirke begleiten zu dürfen!

00:00:25: Unsere heutige Reise führt uns in den Bezirk

00:00:28: Wels.

00:00:29: Heute spreche ich mit Barbara Priwasser-Höller, Geschäftsführerin von Lederwan Hölla in West.

00:00:34: Sie führt das traditionsreiche Familienunternehmen bereits in der dritten Generation und verbindet dabei Werte, Erfahrung und Kunden nähe.

00:00:42: Im Podcast erzählt sie wie sie ein Traditionsgeschäft in der Innenstadt weiterführt und dabei Ortskernbelebung und persönliche Beratungen in den Mittelpunkt stellt.

00:00:50: Freude euch auf spannende Einblicke in ihr Unternehmerinnenleben, ihre Haltung und die Bedeutung des

00:00:56: Standortes

00:00:57: für die Region!

00:00:59: Ja liebe Barbara, freut mich sehr dass du heute bei mir bist.

00:01:02: das du heute da bist mit mir sprichst im Podcast.

00:01:05: Magst Du dich gleich einmal vielleicht am Anfang ein bisschen vorstellen wer bist du?

00:01:09: was machst so?

00:01:09: wie bist zur Unternehmerin geworden?

00:01:12: Also mein Name ist Barbara Priverser-Höller und ich führe den Familienbetrieb jetzt seit fünfzehn Jahren in dritter Generation auch schon fort Und Ich bin damals aus neunzehntzig mit meiner Familie nach Wels gezogen.

00:01:27: also ich bin in Wien aufgewachsen Und eben in Wels hat mein Vater damals den Betrieb von meinem Opa übernommen und ich habe nach der Schule mich dafür entschieden, im Geschäft auch eine Lehre zu machen.

00:01:41: Und seitdem bin ich in unserem Betrieb, also schon sehr lange.

00:01:46: Ich habe auch zwanzig Jahre mit meinem Vater und meiner Mutter zusammengearbeitet wie als Familie.

00:01:52: Auch meine Schwester ist im Betrieb.

00:01:54: Meine Schwester macht die Buchhaltung.

00:01:58: Sie ist im Büro, macht organisatorische Dinge, Überweisungen alles.

00:02:02: Es ist zusätzlich eine Vertrauensperson bei mir im Betrieb, die ich sehr schätze.

00:02:11: Ich mache das jetzt fünfzehn Jahre und bin glücklich mich auch so entschieden zu haben, weil es mir einfach wirklich Spaß macht.

00:02:19: Super!

00:02:19: Das heißt du hast viel im Unternehmen mit der Familie natürlich zum Ton.

00:02:24: Ihr arbeitet im Team auch gemeinsam?

00:02:26: Genau also jetzt nicht mehr.

00:02:28: Also meine Eltern sind eben für fünfzehne Jahre in Pension gegangen.

00:02:32: Meine Schwester und ich arbeiten immer noch zusammen.

00:02:35: Das funktioniert auch gut, nicht immer mit den Herausforderungen.

00:02:42: Aber jeder hat seinen Bereich und so funktioniert das auch sehr gut!

00:02:47: Mein Papa kommt, also unser Vater kommt immer noch ab und zu ins Geschäft.

00:02:50: Und hilft uns.

00:02:51: Und steht mir auch heute eben mit Rad und Tat immer noch zur Seite, den ich auch manchmal ganz gern annehme.

00:02:59: Ja das ist schön zu hören ja wenn man da auch noch zurückgreifen kann auf die langjährige Erfahrung obwohl du ja auch schon sehr lange viele Jahre tätig bist.

00:03:07: jetzt hast du uns eigentlich einen ganz klassischen Familienbetrieb Traditions Betrieb beschrieben.

00:03:13: wie oder was bedeutet das für dich auch so einen Traditionsbetrieb weiterzuführen?

00:03:19: Ja, es ist etwas Besonderes für mich und es ist kein Zufall sondern es ist auch eine Haltung.

00:03:26: Es ist Arbeit, Vertrauen über Jahrzehnte hinweg eigentlich.

00:03:31: Und ein Traditionsunternehmen zu führen bedeutet auch ein Geschäft zu leiten – nicht nur ein Geschäft zum Leiden, es heißt auch mehrere Ebenen im Blick zu haben.

00:03:44: Und es ist eine wunderschöne Aufgabe, die Tradition zu bewahren und selbst zur Tradition eigentlich zu werden.

00:03:52: Du bist ja auch ein sehr bekanntes Gesicht in der Welser Innenstadt.

00:03:54: Ja

00:03:55: absolut!

00:03:56: Also wenn man Geschäfte in der Innenstadt hat kennenlernen sich viele Leute hat oft Vor- und Nachteile natürlich.

00:04:03: Ich glaube, du kannst keine zehn Meter gähnen da, weil es so innen statt ohne jemanden zu grüßen oder?

00:04:07: Genau!

00:04:09: Und ja, niemand vergessen zu grüssen auch wenn ich mir unsicher bin, ich grüße... Immer grüßt.

00:04:13: Das

00:04:14: ist auch kein Learning, das ist definitiv wichtig.

00:04:19: Und ja, es ist mein Geschäft nicht nur ein Arbeitsplatz sondern es ist auch irgendwo ein Erinnerungsraum.

00:04:26: Also wenn ich zurückdenke wie mein Opa gearbeitet hat oder wie meine Papa Entscheidungen getroffen hat und die Konflikte Krisen und Erfolge getragen wurden also... Ich führe einen Unternehmen weiter und trage gelebte Erfahrungen mit

00:04:43: Und erkennst du da Veränderungen von, wenn's du jetzt über oder von Entscheidungen zum Beispiel sprichst vor deinem Vater.

00:04:50: Die er damals getroffen hat?

00:04:51: zu den Entscheidungen die es du im Unternehmen triffst?

00:04:54: Definitiv ja!

00:04:56: Ich hab schon einiges verändert weil ich sowieso mit der Zeit gemusst.

00:05:02: Es bleibt dann auch gar nix über.

00:05:04: also das sind auch Entscheidungen wie eben Umbau, das Sortiment der Einkauf und die ganze Organisation Und ja, Sortiment auch sehr wichtig.

00:05:15: Weil ich hab das Sortiment ziemlich reduziert.

00:05:18: Also ich bin spezialisiert auf wenige Marken und die halt dann wirklich intensiv.

00:05:25: Und wo ich halt eine richtige Auswahl habe – das war halt früher ganz anders.

00:05:28: Früher hat man halt wahnsinnig viel marken gehabt, das Geschäft vollgestopft, die Auslagen vollgestopt.

00:05:33: Das habe ich alles runtergefahren.

00:05:34: also es ist schon viel passiert in der Zeit, ja?

00:05:37: In den fünfzehn Jahren

00:05:39: Spannend, ja.

00:05:40: Also insbesondere im Einzelhandel wie man sich da auch quasi verändert oder verändern muss natürlich auch um den Gegebenheiten der heutigen Zeit zu entsprechen.

00:05:49: Absolut!

00:05:51: Welche Traditionen sagst du die möchten aber bewahren?

00:05:57: Naja das ist... Die Kernfrage eigentlich, einer guten Nachfolger.

00:06:03: Das ist weniger Bauch oder Kopf sondern das ist eine Haltungfrage denke ich

00:06:08: und

00:06:09: man stellt sich auf die Frage um wurde das ursprünglich so gemacht?

00:06:12: also im Fällen Entscheidungen dann oft indem man bestimmte Fragen stöhe oder welchen Wert hat es heute noch für Kundinnen?

00:06:22: Und was würde fehlen wenn es morgen nicht mehr da ist?

00:06:25: Also das sind so Fragen.

00:06:28: Ich frage mich nicht, ist das modern?

00:06:30: Sondern passt es zu uns.

00:06:31: Das ist mir ganz wichtig.

00:06:33: Also ganz individuell auch auf deine Marke.

00:06:35: Genau

00:06:36: und man darf digital werden, jünger werden, kommunizieren, neues ausprobieren – das ist klar!

00:06:42: Aber ich muss immer noch uns anfühlen, das ist mir sehr wichtig.

00:06:45: Okay, das heißt also diese... also ich glaube gar nicht so einfach, dass man die Traditionen bewahrt in einer Zeit, die so schnelllebig ist wo Digitalisierung und KI auch so wichtige Themen sind oder die uns halt alle beschäftigen.

00:07:00: Ich glaube, dass das ganz ein wesentlicher Faktor ist.

00:07:02: aber Digitalisierung, KI wie geht's ihr?

00:07:05: Oder wie gehst du da mit um?

00:07:07: Ich habe eine Homepage gemacht, die ich selber gemacht hab wo ich jedes Produkt drinnen habe und ich habe auch Preise dabei, die Masse.

00:07:14: also ich beschreibe die Produkte und ich bin wirklich fast jedes Stück drin damit die Menschen... weil ich bin auch von mir aus gegangen Was mache ich bevor ich einkaufen gehe?

00:07:23: Ich schaue oft, was es

00:07:24: gibt.

00:07:25: Informiere mich und dann gehe ich ins Geschäft und kaufe!

00:07:29: So habe ich das auch verwirklicht.

00:07:30: Ich hab eben diese Homepage gemacht und die Leute kommen dann oft ins Geschäft und fragen mich, sie haben das auf unserer Homepage gesehen, ob man das noch haben oder sie wollen sich das anschauen?

00:07:40: Und das bringt mir auch recht viel, muss ich sagen.

00:07:42: Okay

00:07:43: super!

00:07:43: Also du nutzt es schon für deine Art und Weise, wie du gesagt hast,

00:07:47: für

00:07:48: dich so dass es zu dir und deinem Unternehmen passt.

00:07:50: Genau, genau.

00:07:53: Ja, dein Geschäft liegt ja mitten in der Welser Innenstadt, haben wir gesagt.

00:07:56: Und wir kennen die Themen, die momentan appressieren.

00:08:00: Innenstädte, Ortskernbelebungen – momentan etwas schwierig!

00:08:03: In Wels scheint es aber ganz gut zu laufen und ich glaube da hast du mit deinem Geschäft natürlich auch einen... Also ihr tragt da natürlich auch zur Belebung der Innenstadt bei.

00:08:13: Was genau?

00:08:13: Wie geht's dir das an?

00:08:14: Wie gehst du das an als Unternehmerin in der Innen Stadt?

00:08:19: Es funktioniert auch immer nur mit Zusammenarbeit, mit Wirtschaft, Politik und auch Eigentümern in Wells.

00:08:26: Und ja, Wells hat es gut geschafft dass man nicht nur Ketten haben sondern sehr viel Einzelunternehmen und die halten sehr gut weil wir eine sehr gute Zusammenarbeit in Wells haben.

00:08:39: also wir arbeiten für im Stadtmarketing Sie machen wahnsinnig viel Veranstaltungen und auch die Shoppingneid- und Schnäppchenmarkt, Feste und Musik.

00:08:50: Also es passiert immer was!

00:08:52: Und ich denke dadurch hat Welsa ganz gut geschafft dass die Besetzung... Ganz gut ist es.

00:09:01: Es kommen sehr viele Linzerinnen zu mir einkaufen, ja?

00:09:05: Wenn ich meine Kunden kenne, dann sind sie sicher ein Drittel der Linser und Linzerin.

00:09:09: Und die Saison ... Es ist in Welsen nicht so nett, weil's einfach alles so schön besammelt ist.

00:09:14: Das sind individuelle Geschäfte in Wilsen.

00:09:16: Und es gibt trotzdem auch noch alteingesessene Geschäften, die sich ganz gut halten.

00:09:22: Wir arbeiten da zusammen.

00:09:24: Also es ist nicht so, weil Einzelunternehmen alleine ... kann nie weit kommen.

00:09:29: Also es ist immer die Zusammenarbeit mit allen ganz wichtig und das funktioniert wirklich gut in uns.

00:09:35: Ich glaube, dass einfach auch ein Netzwerk unter Austausch untereinander unter den Eigentümer geführten... Geschäften auch ganz, ganz wesentlich ist.

00:09:44: Dass das vielleicht auch dazu beitragen kann dass eine Innenstadt ganz gut belebt und frequentiert sein kann?

00:09:50: Absolut

00:09:51: ja!

00:09:51: Und es sind auch ältere Menschen Familien- und Starmkunden orientieren sich an solchen Fixpunkten.

00:10:01: Wirklich in der Innenstadt und das ist für viele ein Fixpunkt.

00:10:04: Den Höller gibt es noch!

00:10:08: Dann schaut man einfach einmal rein und schaut sich um, und dementsprechend wird dann natürlich auch die Aufenthaltsdauer an der Innen Stadt verlängert.

00:10:15: Genau so ist es ja.

00:10:16: Das sind

00:10:16: wir das, was wir uns wünschen würden.

00:10:17: Was wir uns wünschen auch für andere Städte.

00:10:19: Ja?

00:10:21: Das heißt, der persönliche Kontakt ist dir auch ganz wichtig mit den Kundinnen und Kunden.

00:10:25: Absolut, das ist eigentlich unser Arbeitbewerbsvorteil, den wir haben gegenüber ... im Internet.

00:10:33: Und das ist bei uns, das ist auch kein Extra, sondern das ist der Kern.

00:10:38: Man will sich die haptikte Verarbeitung, die Zweckmäßigkeit, wie man sie anschauen angreifen, kann auch kein Produktfoto leisten.

00:10:47: und auch Vertrauen entsteht in dem Geschäft.

00:10:49: Das Vertrauen entsteht nicht im Wagenkorb.

00:10:54: Ich denke Menschen suchen wieder echte Begegnungen.

00:10:57: Es ist auf der digitale Müdigkeit, Verlässlichkeit Sehnsucht nach echten Orten.

00:11:03: Und online kann ergänzen aber das nicht ersetzen.

00:11:07: Das ist auch wichtig und Einkaufen alleine reicht einfach nicht mehr.

00:11:12: man braucht Begegnung Beratung und Verweilen.

00:11:16: Das Gewinn da immer mehr an Wert.

00:11:19: also es ist einfach wertvoll!

00:11:22: Ich sehe mein Geschäft als Treffpunkt und als Beratungsort.

00:11:27: Okay, also das heißt es geht eigentlich hauptsächlich oder sehr viel auch darum die Menschen hinter den Fassaden in der Innenstadt kennen zu lernen.

00:11:35: Absolut!

00:11:36: Also dem auch ein Gesicht zu geben.

00:11:38: wer ist denn dort der dieses Geschäft führt?

00:11:40: Oder Wer ist denn da der dort lebt und arbeitet auch in der inner Stadt?

00:11:43: Absolut, ja.

00:11:44: Und es passieren bei uns im Geschäft auch wirklich sehr viele persönliche Gespräche.

00:11:50: Also ich kenne ja unsere Kunden schon lange und unsere Stammkunden ... Teilweise nur Kunden die haben bei meinen Opa noch einkauft, die älteren Damen.

00:11:58: Die kommen halt, die kennen mich als kleines Kind!

00:12:01: Es ist da sowieso ein Bezug da wenn man einen Traditionsbetrieb hat Und das ist einfach stehen und es kommen dann auch noch die Kinder von unseren äh äh deren Kunden auch zu uns einkaufen.

00:12:14: Und dies muss man halt dann eigentlich schaffen, dass man die auch hält.

00:12:19: Was würdest denn du anderen Einzelunternehmerinnen mitgeben wollen?

00:12:26: Wie können die das auch schaffen, ja?

00:12:28: Dass das vielleicht in einer Innenstadt jetzt im Moment nicht ganz gut frequentiert ist.

00:12:33: Auch wieder mehr... mehr Geschäfte oder mit mehr Geschäftsfußfassen?

00:12:39: Ja, es ist weniger Betriebe, heißt weniger Menschen.

00:12:43: Weniger Attraktivität und dieser Kreislauf ist areal- und oft auch belastend.

00:12:48: Und einzelne Händler können das ja nicht alleine lösen.

00:12:51: Das sind schon die Aufgaben der Stadt und der Wirtschaft und der Politik und in den Städte funktionieren dann, wenn ein Geschäft erkennbar ist.

00:13:05: Und es muss nicht perfekt sein sondern halt auch eigen.

00:13:08: also was Besonderes.

00:13:09: und gerade Traditionsbetriebe können eben Geschichte erzählen Vertrauen vor Körpern Orientierung geben und wichtig ist ja die Zusammenarbeit statt Einzelkämpfer tun.

00:13:24: Es muss nicht jedes Geschäft alles können, aber zusammen entsteht da wieder ein Stadtgefühl.

00:13:30: Wir waren ja auch letztes Jahr mal bei dir, bei der Sommerlounge in Welsen in der Innenstadt.

00:13:35: Das war wirklich großartig von Freunden der Wirtschaft im Bezirk Wels ist es veranstaltet worden und das war so toll wie viele Unternehmerinnen dass dort waren.

00:13:44: Niedermeyer der Regen hat alle aufgehalten wieder zu gehen sondern da hat man wirklich gemerkt er ist ein wahnsinniger Zusammenhalter hier.

00:13:50: ich glaube es waren auch viel UnternehmerInnen aus der Region aus der Innen Stadt nämlich vor Ort.

00:13:55: Da sieht man wie stark eigentlich dieses Netzwerk auch ist.

00:13:59: Wir kennen uns alle und wir haben auch schon oft gemeinsam Modeschauen gemacht oder Veranstaltungen.

00:14:04: Also dadurch, dass Wels keine Großstadt ist funktioniert das heute wirklich gut und alle sehr engagiert sind.

00:14:13: und dadurch funktioniert es in Wels wirklich gut.

00:14:16: Und da bin ich ja sehr stolz darauf so toll passt.

00:14:20: Ja, dass man einfach auch mal über den Tellerrand blickt und dann zum Nachbar rüber schaut.

00:14:25: Und danach schaut was kann man denn gemeinsam machen?

00:14:27: Genau, die Aufenthaltsqualität zu verbessern.

00:14:29: Genau, so ist es ja!

00:14:31: Das Fest war wirklich toll, das hat mich auch echt beeindruckt, dass die Menschen mit dem Schirm stehen im Sandratz Regen.

00:14:40: Es ist kein einziger gegangen, ich habe das beobachtet.

00:14:44: Wirklich ein tolles Fest.

00:14:48: Auch dein Unternehmen hat eine Jubiläumsmedaille bekommen.

00:14:53: Fünf und siebzig Jahre.

00:14:54: Genau.

00:14:55: Leder Warnhöhler, wirklich großartig.

00:14:57: gratuliere zum Jubilääum nochmal.

00:14:58: Dankeschön!

00:15:00: Und ihr steht sehr für hochwertige Produkte, ihr steht es für persönliche Beratung.

00:15:04: durchs gerade von der persönlichen Beratungen wie wichtig das dir bei dem Unternehmen ist schon gesprochen?

00:15:10: Wie schaffst du's eigentlich wirklich dass du jetzt die Kunden aber langfristig bin das.

00:15:15: Du hast gesagt, bei dir gibt es schon Kunden, die bei deinem Opa einkauft haben.

00:15:20: aber wie schafft man's dir dann auch sozusagen in der jetzigen Zeit noch zu begeistern?

00:15:26: Ja, das ist Service-Service einfach.

00:15:28: also es ist einfach das bei uns Qualität sowieso.

00:15:31: Also wir haben immer schon gute Qualität gehabt.

00:15:34: an mein Opa Wir waren immer schon bekannt dafür dass wir hochwertige Produkte haben und Wir fahren auch für Messen, wir fahren auch Meilen nach Frankfurt.

00:15:44: Wir informieren sie immer und das Produkt ist an sich ja gar nicht so wichtig eigentlich.

00:15:54: Es ist wichtig dass sich die Menschen bei uns wohlfühlen und Vertrauen zu uns haben.

00:16:03: Also es liegt da oft auch nur an Klarnigkeiten.

00:16:05: Bei uns kriegt zum Beispiel jeder Kunde, der was kauft hat ein selbst eingepacktes italienisches Blätterteigkegsel.

00:16:13: Das ist eine Klarnigkeit.

00:16:14: aber... Ich seh' das oft, wenn Menschen dann auch gar nicht so gut drauf sind und dann kriegen sie das Keksel von uns.

00:16:19: Das Zauber, die den Lächeln

00:16:21: jetzt sichtigen.

00:16:22: Wirklich?

00:16:23: Es sind echt auf die Kleinigkeiten oder ... Wenn er zwar nicht so die Möglichkeit hat und ein Reisegebäck bei uns kauft, dann liefert ihr es innerhalb welts, welts Land auch also.

00:16:32: Das sind einfach so spezielle Dinge, die rausstechen, die es nicht überall gibt.

00:16:36: Und das macht uns einfach auch oft aus.

00:16:41: Ja wir sind halt auch sehr gutes Team!

00:16:44: Eine Angestellte von mir, die ist jetzt bald sechzig Jahre im Geschäft.

00:16:48: Die hat schon bei meinem Opa gearbeitet und ist immer noch da.

00:16:51: Also ich bin eigentlich die jüngste im Geschäft!

00:16:56: Und die Hede, die eben schon so lang bei uns ist, das kennt ja die Kunden schon von meinen Opernaden.

00:17:04: Die lebt für das Geschäft.

00:17:05: Das ist wie wenn ich es ihr eigenes wäre und das ist natürlich das Beste, was man sich wünschen kann.

00:17:11: Und auch die Heide, die bei mir arbeit, die hat selber einen Betrieb in den Wald gehabt und kennt wahnsinnig viel Leid.

00:17:16: Wir sind sehr eng miteinander und verstehen sie ja sehr gut und spürt er da Kunde!

00:17:22: Du sprichst quasi von einem sehr wertschätzenden Umgang untereinander?

00:17:30: einen Freundschaftlichen Umgang, dann verbinden auch natürlich mit den Entscheidungen die du als Unternehmerin treffen musst.

00:17:40: Ja, das ist oft nicht so einfach.

00:17:43: Weil wir sind sehr freundschaftlich.

00:17:45: also ich arbeite mit meiner Schwester zusammen und eben mit den meinen zwei Angestellten Und manchmal muss ich halt auch mal die Stimme heben.

00:17:55: Nicht laut sein aber ich muss ja da mit durchsitzen und es ist dadurch dass man halt sehr freudenschaftlich sind oft nicht einfach.

00:18:02: Also ja Aber grundsätzlich was jeder was er zu tun hat Entscheidung gibt, Fälle, Idee und jeder akzeptiert das auch.

00:18:12: Also ich werde ja dadurch dass mir die Hede halt auch schon als kleines Kind kennt und ich bin jetzt ihr Chef.

00:18:21: Aber das funktioniert wunderbar.

00:18:23: wir sind wahnsinnig harmonisch miteinander.

00:18:27: Letztens hat Angestellte für mich gesagt, du bist so eine tolle Chefin und das hat mich wahnsinnig gefreut.

00:18:33: Und es ist auch ein Riesenkompliment und das sagt dann ja alles auseinlich.

00:18:37: Das ist wirklich schöner Erfolgsfaktor wieder.

00:18:39: Ja schon ganz toll!

00:18:43: Bildet ihr auch Lehrlinge aus?

00:18:46: Früher schon jetzt nicht mehr.

00:18:48: ich habe zwar die Lehrlings Ausbilderprüfung gemacht also könnte ein Lehrling aufnehmen Die letzten Jahre auch schon überlegt, ob ich wieder ein Lehrling ausbilde.

00:18:58: Also da bin ich noch am Überlegen, ob es mache aber grundsätzlich sehr offen dafür.

00:19:03: Ich glaube Ihnen ein gutes Teamgefüge passt natürlich dann auch ganz gut wenn man jemanden Jungen dazu nimmt und den dann ausbildet.

00:19:12: das Verhältnis muss immer stimmen von den Auszubildenden und die das Wissen weitergeben.

00:19:18: hat sie eigentlich das Kundinnen-Kundenverhalten geändert zu früher?

00:19:22: Brauchen die Kunden jetzt was anderes?

00:19:25: Ja, also das Verhalten hat sich sicher geändert dadurch dass Kunden und Kundinnen extrem informiert sind.

00:19:34: Man muss halt wirklich ein Fachwissen haben bei uns im Geschäft.

00:19:38: wenn sie dann der Kunde besser auskennt als die Verkäuferin geht einfach nicht.

00:19:43: Das ist oft nicht einfach, weil sie die Kunden natürlich sich über ihnen koffen und schauen vorher schon.

00:19:48: Und wissen schon alles über den Koffer.

00:19:50: Wissen dem Preis, wo es am billigsten ist, was kosten soll?

00:19:53: Das hat sich einfach auch verändert.

00:19:55: Früher war das ... Die Kunden sind gekommen und haben gekauft und haben das vertraut, was der Verkäuferin sagt.

00:20:02: Jetzt sind die Kunden schon wahnsinnig informiert!

00:20:08: kann man in diesen Zeiten halt auch einfach wirklich nur mit besten Servicepunkten und mit Vertrauen, und Wohlfühlfaktor im Geschäft.

00:20:16: Das heißt das Fachwissen habe ich jetzt noch aus der Kärtspiele eine ganz große Rolle?

00:20:20: Absolut!

00:20:20: Wie schafft man das, dass man da immer ab to date bleibt?

00:20:22: weil ich glaube da verändert sich ja auch einiges.

00:20:24: Ja, da verändert sie immer sehr viel.

00:20:26: also wir haben auch ab und zu den Außendienstmittag, ah der macht dann mit unserer Schulung, da müssen...ja er macht es am Abend und wenn sie was verändern wird uns das dann präsentiert.

00:20:37: was ja eben beim Reisegebäck wirklich besonders wichtig ist, da gibt es viele Veränderungen und viel technische Dinge die man wissen muss.

00:20:44: Und auch bei den Fluggesellschaften verändert sie wieviel Kilo welche Maße also es ist... Man muss da immer wirklich am neuesten Stand sein weil nichts peinlicher wenn sich die Verkäuferin weniger auskennt als der Kunde.

00:20:58: Sie wollen wissen wo die Tasche gemacht wird, wo das Leder herkommt.

00:21:03: Diese Informationen waren früher oft gar nicht so wichtig wie es heute sind.

00:21:07: Also die Nachhaltigkeit natürlich auch und ich schaue schon sehr drauf, wo die Produkte herkommen was genäht werden und an welche Firmen.

00:21:15: das sind also über schon viele Firmen weggegeben.

00:21:18: Wo immer denke ich das finde ich nicht gut wo die produziert werden wie die gemacht werden und wo das Leder herkommt.

00:21:23: Da schau ich sehr darauf dass ich wirklich Firmen habe.

00:21:25: Ich war zwar österreichische Firmen im Geschäft und das ist mir ganz wichtig Und das ist ja den Kunden wichtig.

00:21:32: Die wollen das alles wissen und das muss man halt dann auch selber

00:21:36: beantworten.

00:21:37: Das Thema Nachhaltigkeit kann auch ein Wettbewerbsvorteil sein?

00:21:39: Absolut, ja!

00:21:41: Barbara du hast jetzt sein Unternehmen oder führst es schon seit fünfzehn Jahren ja erfolgreich in der dritten Generation und hast aber sicher schon einige Learnings mitnehmen können von deiner Führung oder wirst Du mit der Führungen Deinem Unternehmen umgehst?

00:21:55: was hast Du auch Zum Thema Unternehmertum, zum Thema Verantwortung persönlich gelernt?

00:22:02: Ja also ich habe auch gelernt einmal meine Stimme zu erheben.

00:22:08: Nicht nur im Geschäft sondern auch in der Politik und der Wirtschaft.

00:22:12: Also dann Hürden genommen wo ich eben auch Stärke daraus gezogen hab Und auch die Zusammenarbeit mit der Stadtwirtschaft und auch mit der Bevölkerung.

00:22:24: Niemand hält da Innenstadt alleine am Leben, das ist einfach so!

00:22:28: Und ja meine Erfahrungen sind einfach nicht stehen zu bleiben in der Tradition bewusst an meinen eigenen Weg zu gehen.

00:22:37: Was die Innenstadt braucht Begegnung Vertrauen Persönlichkeit also das sind Dinge die einfach in den letzten Jahren wirklicher Lernen haben müssen Obwohl ich natürlich ja schon sehr lange im Geschäft bin und das halt auch von meinem Vater schon mitkriegt habe.

00:22:52: Und da eigentlich gut hineingewachsen bin, also die über zwanzig Jahre mit meinem Vater gearbeitet und dann habe ich das Geschäft übernommen.

00:23:02: Natürlich habe ich da schon viel mitgebracht.

00:23:04: Das heißt du bist ja auch in Wahrheit im Geschäft groß geworden?

00:23:08: Kann man sagen, ja.

00:23:10: Ich war früher immer bei meinen Opa als Kleinkind im Geschäft von klein auf.

00:23:14: War das immer ein wichtiger Bestandteil unserer ganzen Familie eigentlich?

00:23:18: Ja es ist immer schön zu beobachten oder rauszuhören wie Unternehmen über Generationen einfach auch prägen nicht nur die Unternehmerin selbst, aber auch die Kunden, die Kundinnen, die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen.

00:23:30: ich finde sie sehr beeindruckend.

00:23:31: Absolut!

00:23:32: Das prägt natürlich auch unsere Familie miteinander.

00:23:37: Es ist ja oft nicht einfach, als Familie zusammenarbeiten.

00:23:40: Da haben sich viele Menschen gespalten, weil das oft nicht funktioniert hat!

00:23:45: Aber mein Opa war damals älter, er hat das Geschäft ganz anders geführt als ich damals Papa gemacht habe oder ich.

00:23:53: Da war halt noch wirklich Hierarchie.

00:23:55: Er war der Boss und die anderen haben ihn zugehörigen.

00:23:59: Das hat sich alles verändert entwickelt und mein Vater ist damit damals nicht zurechtgekommen.

00:24:03: Dann sind wir eben nach Wien gegangen – das war auch der Grund!

00:24:07: Und mein Vater hat das wirklich dann natürlich auch schon ganz anders gemacht.

00:24:12: Wir waren einfach wie ein Mitärm gemeinsam in der Arbeit und die Einstellung von Ärmen war halt dann schon ganz andere, und so hat es auch funktioniert!

00:24:21: Bei mir ist das dann noch mehr ein bisschen anders geworden.

00:24:24: aber ja... Ich finde es total schön, wenn man das schafft und das als Familie macht.

00:24:32: Es ist auch das Vertrauen der Schwester, wie gesagt die Buchhaltung und die ganzen organisatorischen Dinge.

00:24:39: Und da ist ein hundertprozentiges Vertrauen.

00:24:41: Das

00:24:42: ist schön, dass man so gut zusammenarbeiten kann.

00:24:43: Absolut!

00:24:44: Aber ich glaube, es wird natürlich oder ich habe das eher angesprochen einige Herausforderungen geben.

00:24:48: Was würdest denn du vielleicht einer potenziellen Übernehmerin?

00:24:53: mitgeben wollen.

00:24:53: Hast du ein paar Tipps, wie man das interfamiliär gut lösen kann?

00:24:57: Naja also leider wird es wahrscheinlich kein Nachfolge geben weil meine Tochter hat ganz was anderes studiert.

00:25:07: Die hätte ich in eine ganz andere Richtung und hatte auch nicht wirklich das Interesse gehabt.

00:25:11: Ich würde das natürlich offen lassen, dass ich wieder keinen Druck gemacht habe aus der Familie wird es leider kein Nachfolger geben.

00:25:20: Also die haben sich alle anders orientiert und das ist natürlich auch kein einfacher Weg, ich denke wenn ich an die Zukunft denke also sie sind für mich oft schon schwierig durch online einkäufe was halt immer mehr wird.

00:25:34: Es wird sicher immer schwieriger.

00:25:36: Und ja, und leider gibt's bei mir in der Familie keinen oder kein Nachfolger.

00:25:42: Das heißt mit mir wird das Geschäft wahrscheinlich enden außer...

00:25:45: Naja vielleicht ergibt es ja etwas.

00:25:47: Genau!

00:25:47: Es gibt ja auch die Möglichkeit Management by Arts zu machen wo da vom Mitarbeiter sich vielleicht verselbstständigen.

00:25:53: oder beispielsweise gibt es die Nachfolgebörse der Wirtschaftskammer Oostreich.

00:25:56: Ja, er bekannt dass das Unternehmer sein ein Traditionsbetrieb dann überlebt wenn ihr seine Wurzeln kennt und bewegt.

00:26:06: Das ist immer sehr wichtig.

00:26:07: Das würde jetzt auch im Empfehlen der eventuelle Nachfolger sein könnte von mir.

00:26:13: und es ist ein Name, eine Gesichterhaltung.

00:26:16: das ist Teil des Unternehmens.

00:26:18: einfach das ist wichtig und man muss sie nach außen zeigen.

00:26:23: Man muss eine Geschichte erzählen mit Social Media arbeiten und die Öffentlichkeit gehen.

00:26:29: und ja und Service ist an erster Stelle das kann ich noch mitgeben.

00:26:35: Ja, liebe Barbara.

00:26:36: Ich sage ganz, ganz herzlichen Dank für das Gespräch.

00:26:39: wirklich tolle Einblicke in deine Branche und den Einzelhandel, in die Eigentümer geführten Geschäfte auch in der Innenstadt was die derzeitigen Chancen die Herausforderungen sind.

00:26:51: Das ist wirklich schön zu beobachten dass es auch funktioniert ja dass es auf funktionieren kann wenn man die richtigen Akzente setzt und auch untereinander im Netzwerk gut zusammenarbeitet.

00:27:01: Vielen, vielen Dank für deine Einblicke!

00:27:02: Ja

00:27:02: gerne!

00:27:03: Es war sehr schön hier zu sein, dankeschön!

00:27:06: Das war der Podcast von Frau in der Wirtschaft Oberösterreich.

00:27:10: Ich bin Unternehmerin Punkt.

00:27:12: Vielen Dank dass du dabei warst liebe Zuhörerin.

00:27:14: Wenn Du mehr bespannende Persönlichkeiten unternehmerinnen aus ganz Oberösterreich erfahren möchtest dann bleibt dran Abonniere

00:27:20: Like

00:27:21: oder teile auch gerne unseren podcast und keine Folge mehr zu verpassen.

00:27:25: ich freue mich aufs nächste mal Deine Lisa Sieg.

00:27:42: Dieser Podcast wurde produziert von WePod

00:27:45: it.

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