#6 Verantwortungsvoll wirtschaften und Familie vereinen – Carola Fekter von der Niederndorfer Gruppe

Shownotes

Carola Fekter ist Geschäftsführerin der Niederndorfer Gruppe, einem Familienunternehmen mit über 100 Jahren Geschichte. In dieser Episode von „Ich bin Unternehmerin PUNKT“ spricht Frau in der Wirtschaft Landesvorsitzende Lisa Sigl mit Carola darüber, wie es ist, ein Traditionsunternehmen in die Zukunft zu führen. Sie teilt ihre Erfahrungen zum Generationenwechsel, den Herausforderungen einer Unternehmensübergabe und unternehmerischen Entscheidungen. Außerdem spricht sie über verantwortungsvolles Wirtschaften und den bewussten Umgang mit Ressourcen. Als Mutter von drei kleinen Kindern liegt ihr die Vereinbarkeit von Familie und Beruf besonders am Herzen – ihr kleinster Sohn hat die Podcast-Aufnahme sogar begleitet.

Alle Infos zu Frau in der Wirtschaft gibt´s hier

"Ich bin Unternehmerin PUNKT“ wird produziert von wepodit.

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Lisa Sigl: Herzlich Willkommen zu unserem Podcast.

Lisa Sigl: Ich bin Unternehmerin Punkt. von Frau in der Wirtschaft

Lisa Sigl: Oberösterreich, dem Podcast mit inspirierenden

Lisa Sigl: Erfolgsgeschichten von Unternehmerinnen aus ganz

Lisa Sigl: Oberösterreich. Mein Name ist Lisa Sigl und

Lisa Sigl: ich freue mich, dich jeden Monat bei einer Reise durch alle

Lisa Sigl: Bezirke begleiten zu dürfen. Unsere heutige Reise bringt uns

Lisa Sigl: nach Vöcklabruck und ich spreche mit Carola Fekter, sie ist

Lisa Sigl: Geschäftsführerin der Niederndorfer Gruppe, einem

Lisa Sigl: traditionsreichen Familienunternehmen mit über 100

Lisa Sigl: Jahren Geschichte. Es freut mich sehr, dass sie

Lisa Sigl: ihre Erfahrungen und persönlichen Geschichten vor

Lisa Sigl: allem auch als Mutter von 3 Kindern mit 6,4 und ein Jahre alt

Lisa Sigl: mit uns teilt, Liebe Carola. Schön, dass du heute da bist,

Lisa Sigl: dass du mit uns sprichst.

Carola Fekter: Ja, ich freue mich auch hier zu

Carola Fekter: sein.

Lisa Sigl: Ja, und wir sind ja heute nicht

Lisa Sigl: alleine im Raum. Wir haben ja noch einen

Lisa Sigl: besonderen Gast bei uns. Magst du uns deine charmante

Lisa Sigl: Begleitung ganz kurz vorstellen?

Carola Fekter: Ja genau.

Carola Fekter: Also ich habe meinen kleinen Praktikanten Julian mitgebracht,

Carola Fekter: der wird am Donnerstag 12 Monate alt, ein Jahr alt und der

Carola Fekter: begleitet mich jetzt seit einem Jahr überall hin.

Lisa Sigl: Ja, also Carola, Wer dich kennt, der weiß ja ohne Familie, da

Lisa Sigl: geht bei dir gar nichts. Auch im Unternehmen und ich kann

Lisa Sigl: mich gut an einen Zeitungsartikel erinnern, den

Lisa Sigl: ich vor kurzem gelesen habe. Du hast ja auch einen Award

Lisa Sigl: gewonnen vor kurzem und da war auch der Julian dabei, du hast

Lisa Sigl: ja deine Kinder sozusagen überall, auch bei den wichtigen

Lisa Sigl: Terminen dabei, auch im Unternehmen, das ist bei dir

Lisa Sigl: ganz selbstverständlich, dass die Kinder immer mit dabei sind,

Lisa Sigl: oder?

Carola Fekter: Ja, also alle meine 3 Kinder

Carola Fekter: waren von Anfang an mit dabei in der Firma und bei Terminen bis

Carola Fekter: zum gewissen Grad geht es nicht anders.

Carola Fekter: Ich habe alle meine Kinder gestillt, ja Still Kinder kann

Carola Fekter: man nicht so einfach abgeben, wer still Kinder hat weiß das und

Carola Fekter: das Gute ist aber wenn man Unternehmerin ist, wenn man

Carola Fekter: selber die Chefin ist, dann bestimmt man das einfach selber

Carola Fekter: und nimmt sie einfach mit und alle anderen müssen sie dann

Carola Fekter: auch richten.

Lisa Sigl: Ja, das ist ein großer Vorteil,

Lisa Sigl: Unternehmerin zu sein. Also es geben ja auch viele

Lisa Sigl: Unternehmerinnen an, dass oder der Grund Hauptgrund, warum er

Lisa Sigl: sich selbstständig macht, ist eben der Grund, die eigene

Lisa Sigl: Chefin zu sein und auch die eigene Zeiteinteilung ist das

Lisa Sigl: für dich auch die oberste Priorität?

Carola Fekter: Also ich würde jetzt nicht sagen, dass das der Grund ist,

Carola Fekter: warum ich Unternehmerin geworden bin.

Carola Fekter: Das war bei mir eher zufällig.

Carola Fekter: Kann ich Ihnen nachher noch erzählen.

Carola Fekter: Ich würde mal sagen, es hat es hat vor und Nachteile wenn man

Carola Fekter: Unternehmerin ist und gleichzeitig Mutter.

Carola Fekter: Ja weil wir wissen ja, wenn man selbstständig ist, dann arbeitet

Carola Fekter: man vor allem selbst und ständig und das gilt auch mit Kindern.

Carola Fekter: Ja, das heißt, man kann nicht einfach sagen, ja jetzt geh in

Carola Fekter: Pflegeurlaub ja, weil mein Kind krank ist.

Carola Fekter: Ja, man kann sie zwar die Termine frei einteilen und kann

Carola Fekter: vielleicht den einen oder anderen Termin verschieben, aber

Carola Fekter: jeden Termin wird man nicht verschieben können, ja, das

Carola Fekter: jeden Termin wird man nicht verschieben können, ja, das heißt? Es ist manchmal ehrlich gesagt

Carola Fekter: auch eine große Herausforderung, ja, Kinder zu haben, kleine

Carola Fekter: Kinder zu haben und Unternehmerinnen zu bleiben.

Carola Fekter: Ja, es kommt ein bisschen auf die individuelle Situation drauf

Carola Fekter: an, ich habe es halt so gelöst, dass ich meine Kinder immer

Carola Fekter: mitgenommen habe ins Büro, meine Mitarbeiter waren da immer sehr

Carola Fekter: verständnisvoll, aber wie glaube ich bei jeder, bei jeder Mutter.

Carola Fekter: Es gibt ja solche Sprüche, das das geht so, it takes a village

Carola Fekter: to raise a child und man braucht halt einfach sein Dorf, um

Carola Fekter: Kinder groß zu ziehen und da braucht man Unterstützung von

Carola Fekter: allen, vom Papa, von den Großeltern, in meinem Fall von

Carola Fekter: einem Kindermädchen. Anders wäre das alles nicht zu

Carola Fekter: schaffen, ja, und die war das, ich schaffe es auch nicht, ja,

Carola Fekter: das muss man ganz ehrlich sagen, es ist, es ist eine Illusion,

Carola Fekter: dass man, wenn man, wenn man Mutter ist und Unternehmerin,

Carola Fekter: dass man alles schafft, das geht einfach nicht.

Carola Fekter: Man schafft 80% und mit dem muss man zufrieden sein.

Lisa Sigl: Und wie, wie schaffst du dann hier auch Kompromisse zu machen?

Carola Fekter: Ja, man muss bis zu einem gewissen Grad wahrscheinlich

Carola Fekter: auch seine, seine Ansprüche oder seine Standards überdenken.

Carola Fekter: Also jetzt mit dem mit dem Baby jetzt das letzte Jahr, es bleibt

Carola Fekter: halt einfach viel Arbeit liegen zu Hause in der Firma, mein

Carola Fekter: Schreibtisch geht über mit Unterlagen wo ich einfach noch

Carola Fekter: keine Zeit gehabt habe das irgendwie abzulegen einsortieren

Carola Fekter: sonstiges. Auch bei mir zu Hause in der

Carola Fekter: Wohnung herrscht des Öfteren Chaos.

Carola Fekter: Ja, Spielsachen ja wie gesagt, Ich bin froh wenn meine Kinder

Carola Fekter: was anderes zum Anziehen haben in der frühe, aber die perfekte

Carola Fekter: Wäsche, den perfekten Haushalt, na das das schafft man einfach

Carola Fekter: nicht, irgendwo muss man Abstriche machen, man findet

Carola Fekter: dann trotzdem die Balance, ja.

Carola Fekter: Ich glaube, dass es ganz schwierig ist, natürlich alles

Carola Fekter: unter einen Hut zu bringen. Ich glaube, es ist auch ganz

Carola Fekter: wichtig, dass man, dass man zum richtigen Zeitpunkt die

Carola Fekter: richtigen Prioritäten setzt, weil ich glaube, wenn man im

Carola Fekter: Geschäftsverhandlungstermin ist, wird dort wahrscheinlich die

Carola Fekter: oberste Priorität, in dem Falle gerade liegen.

Carola Fekter: Und wenn jetzt der Kindergarten anruft und es hat den Julian

Carola Fekter: geschmissen, dann wird es wahrscheinlich dort ganz schnell

Carola Fekter: sein. Von dem her, glaube ich, ist es

Carola Fekter: ganz wichtig, dass man da einfach auch umswitcht vom

Carola Fekter: Gedanken her.

Lisa Sigl: Ja, aber nicht nur.

Lisa Sigl: Wo deine Kinder schon auf der Welt waren.

Lisa Sigl: Du warst ja auch 2018 schon, oder du bist auch jetzt sehr

Lisa Sigl: sportlich unterwegs, aber 2018 besonders, da hast du ja jedes

Lisa Sigl: Monat einen Halbmarathon. Absolviert oder einen ganzen sogar.

Lisa Sigl: unglaublich, Wahnsinn, unvorstellbar ehrlicherweise.

Lisa Sigl: Aber ich finde es immer großartig, wenn jemand sich

Lisa Sigl: sportlich auch so engagiert. Wo nimmst du da deine Motivation

Lisa Sigl: her?

Carola Fekter: Also kann man glaube jeder der

Carola Fekter: mal einen Halbmarathon oder Marathon gelaufen ist.

Carola Fekter: Und ich habe das wie gesagt vor meinen Kindern sehr, sehr viel

Carola Fekter: gemacht. Jeder der mal so trainiert hat,

Carola Fekter: weiß Motivation bringt überhaupt nicht weiter, ja weil man hat

Carola Fekter: die Motivation nicht, dass man in der Früh aufsteht und laufen

Carola Fekter: geht, wenn es regnet und finster ist und sonstiges man braucht

Carola Fekter: Disziplin, ja man braucht einfach Disziplin, das immer

Carola Fekter: durchzuziehen und das lernt man ja Motivation das das bringt ja

Carola Fekter: wochenweit, aber die Disziplin, die bringt die.

Carola Fekter: Noch viel, viel weiter. Ja, und das ist genau dasselbe

Carola Fekter: mit Unternehmertum oder mit Muttersein.

Carola Fekter: Ja, man ist nicht immer motiviert aufzustehen in der

Carola Fekter: Früh, ja, weil man die Nacht nicht geschlafen hat mit kleinen

Carola Fekter: Kindern, ja man macht es aber als Mutter trotzdem, man macht

Carola Fekter: als Unternehmerin trotzdem, man steht auf, man arbeitet das ab,

Carola Fekter: ja, es ist nicht immer alles lustig, ja, auch im

Carola Fekter: Unternehmertum gibt es viele Themen, die mich nicht so sehr

Carola Fekter: interessieren, ja. Steuererklärungen und so was.

Carola Fekter: Ja, muss man trotzdem machen. Sei Dank gibt es Menschen, die

Carola Fekter: das gerne machen, bin ich immer froh, muss bei Auslagerung.

Carola Fekter: Genau, man muss diese Sachen einfach trotzdem machen, das

Carola Fekter: habe ich, glaube ich gelernt in dieser Zeit, dass ich, dass ich

Carola Fekter: einfach die Sachen mache und durchziehe, egal ob ich jetzt

Carola Fekter: motiviert bin oder nicht, egal ob es mir jetzt lustig ist oder

Carola Fekter: nicht, einfach machen, ja.

Lisa Sigl: Ja, wie du deinen

Lisa Sigl: Marathon Turnus durchgezogen hast.

Lisa Sigl: Da warst du auch die letzten

Lisa Sigl: Monate sogar schwanger. Wie war denn das?

Carola Fekter: Ja, also das ist ja auch eine meiner Lebensgeschichte.

Carola Fekter: Ja, es ist mir irgendwie so passiert, ja, es ist mal mein,

Carola Fekter: mein jetziger Mann ist mir irgendwie so passiert, und dann

Carola Fekter: mein erstes Kind war auch eine große Überraschung, sag ich

Carola Fekter: jetzt mal. Sehr positive Überraschung, aber

Carola Fekter: große Überraschung, Ich hab eigentlich gar nicht damit

Carola Fekter: gerechnet und bin dann irgendwie eher drauf gekommen, ich

Carola Fekter: bin schwanger und hab dann aber die letzten 2 Marathons,

Carola Fekter: die mir vorgenommen hab, auch noch durchgezogen.

Carola Fekter: Sehr langsam, ohne mich zu überanstrengen.

Carola Fekter: Aber ja, mein erster Sohn ist definitiv ein Marathonbaby

Carola Fekter: gewesen, auch nach der Schwangerschaft bin ich noch am

Carola Fekter: Marathon gelaufen, du es war für mich einfach das auch das

Carola Fekter: schluss Erlebnis wo ich gesagt hab ja warum bin ich

Carola Fekter: Unternehmerin geworden oder geblieben war eben ein Grund

Carola Fekter: der die Überraschung OK jetzt kommt da ein Kind, jetzt auf

Carola Fekter: einmal ist Familie angesagt?

Carola Fekter: Und dann habe ich meinen damaligen Job im Konzern in

Carola Fekter: Deutschland aufgegeben und bin eben ins Familienunternehmen

Carola Fekter: eingestiegen, zurück zur Familie, zu den Großeltern.

Carola Fekter: Ja, weil ich gesagt habe, in der großen Stadt alleine Kinder

Carola Fekter: großzuziehen ohne Unterstützung ist schwierig, ja.

Lisa Sigl: Das heißt, du bist dann in die Unternehmensgruppe eingestiegen

Lisa Sigl: und vielleicht setzen wir da gleich an und erzählst uns dann

Lisa Sigl: noch ein bisschen was über dein Unternehmen.

Lisa Sigl: Ich weiß ja, ich war ja selber schon bei euch, wir haben schon

Lisa Sigl: mal eine Betriebsführung mitmachen dürfen, da waren wir

Lisa Sigl: wirklich sehr lange, auch mit dem großen Auto

Lisa Sigl: unterwegs auf dem Gelände, also da kann man wirklich stundenlang

Lisa Sigl: herumfahren, ihr habt sehr große Werke.

Lisa Sigl: Ihr beschäftigt euch mit Schotter, mit Beton, mit Hoch

Lisa Sigl: und Tiefbau. Erzähl uns ein bisschen, was

Lisa Sigl: gehört alles dazu zur niederndorfer Gruppe.

Carola Fekter: Ja genau. Also das Unternehmen wurde

Carola Fekter: gegründet von meinem Ururgroßvater im Jahr 1903, der

Carola Fekter: einfach dort, wo wir jetzt auch noch unseren Hauptsitz haben, in

Carola Fekter: Attnang-Puchheim beschlossen hat.

Carola Fekter: Nein, ich brauche einen Kies, ich baue jetzt einfach dort Kies

Carola Fekter: ab und. Hat das dann weitergemacht mit

Carola Fekter: seinem Sohn, dann auch über den ersten und Zweiten

Carola Fekter: Weltkrieg hinaus und dann Schritt für Schritt expandiert,

Carola Fekter: auch in die Bereiche Beton, Bau, Asphalt, mittlerweile auch

Carola Fekter: Bodenaushubdeponie. Und wir haben mehrere Standorte

Carola Fekter: eben im Bezirk Vöcklabruck und im Bezirk Ried im Innkreis, und Ich

Carola Fekter: bin mittlerweile die fünfte Generation, die in dem

Carola Fekter: Unternehmen tätig ist. Es war.

Carola Fekter: Von der Familiengeschichte her immer sehr turbulent.

Carola Fekter: Wir hatten schon mehrere Fälle in der Familie, Todesfälle in

Carola Fekter: der Familie, wo wir dann quasi den halben Betrieb auszahlen

Carola Fekter: haben müssen, das letzte Mal vor ein paar Jahren, wo mein Onkel

Carola Fekter: verstorben ist. Ich bin ein Einzelkind selber,

Carola Fekter: das heißt in meiner Generation ja, bei mir bleibt es hängen,

Carola Fekter: aber ich war dann quasi die einzige, die, die das

Carola Fekter: Unternehmen halt weiterführen kann, ich habe keine

Carola Fekter: Geschwister, die das machen hätten können jetzt.

Carola Fekter: Habe ich das halt gemacht. Wir haben den Vorteil, sage ich

Carola Fekter: jetzt einmal für mich, dass wir sehr, sehr gute, langjährige

Carola Fekter: Mitarbeiter haben. Ich habe das Glück, dass ich

Carola Fekter: Mitarbeiter bei mir im Unternehmen habe, die länger bei

Carola Fekter: uns sind, als ich alt bin, das muss man erst mal

Carola Fekter: zusammenbringen, die quasi ein gesamtes Berufsleben bei uns im

Carola Fekter: Unternehmen verbraucht haben und auf die ich mich wirklich

Carola Fekter: hundertprozentig verlassen kann, das ist, das ist ein absolutes

Carola Fekter: Glück, und da bin ich wirklich sehr froh, dass mich die jeden

Carola Fekter: Tag unterstützen.

Lisa Sigl: Ja, das zeichnet euch und dich

Lisa Sigl: als Unternehmerin auch aus, würde ich sagen, wenn natürlich

Lisa Sigl: Mitarbeiterinnen so lange im Unternehmen bleiben.

Lisa Sigl: Du führst ja dein Unternehmen gemeinsam mit deinem Vater

Lisa Sigl: sozusagen in der nächsten Generation, und das bereits eben

Lisa Sigl: in einer Firmengeschichte von über 100 Jahren.

Lisa Sigl: Es ist wirklich beeindruckend, aber erzähl uns dazu ein bisschen, wie

Lisa Sigl: bist du ins Unternehmen gekommen?

Lisa Sigl: Hat das dann funktioniert, dass du sozusagen zur

Lisa Sigl: Geschäftsführerin geworden bist? War das für dich schon immer

Lisa Sigl: klar, dass du den Betrieb übernimmst?

Lisa Sigl: Wie war das?

Carola Fekter: Also ich wollte den Betrieb nie

Carola Fekter: übernehmen, nie. Ich wollte immer was anderes

Carola Fekter: machen, habe dann auch was anderes studiert und bin dann

Carola Fekter: ins Ausland und war wirklich jahrelang im Ausland,

Carola Fekter: hauptsächlich eben in München, in Deutschland, und es war dann

Carola Fekter: so, dass bei dem Konzern, wo ich war, das war ein großer Dax

Carola Fekter: Konzern. Der hat dann ein

Carola Fekter: Kostenreduktionsprogramm gestartet,

Carola Fekter: Personalreduktionsprogramm und sie haben dann jedem Mitarbeiter

Carola Fekter: quasi ein Sabbatical angeboten. Einfach mal um zu sagen, Leute,

Carola Fekter: seid ihr mal weg, macht es mal was anderes, da sparen wir auch

Carola Fekter: Kosten und dieses Sabbatical habe ich genutzt und habe mir

Carola Fekter: gedacht okay schau mir das halt mal an, bei uns zu Hause, weil

Carola Fekter: zu dem Zeitpunkt hatte ich ja keine fixe Stelle und auch

Carola Fekter: sonst keine Perspektive in dem Konzern.

Lisa Sigl: Und wo sich andere Entspannen im Sabbatical bist du arbeiten

Lisa Sigl: gefahren.

Carola Fekter: So ungefähr.

Carola Fekter: Und es war nämlich immer diese Nachfolgediskussion bei uns im

Carola Fekter: Raum. Zu dem Zeitpunkt hat das

Carola Fekter: Unternehmen, mein Vater und mein Onkel, gemeinsam geführt, mein

Carola Fekter: Vater auf der kaufmännischen Seite und mein Onkel auf der

Carola Fekter: operativen Seite im Thema Bau. Und wir haben dann eben die Idee

Carola Fekter: geboren, OK, was wäre, wenn ich meinen Vater da in der

Carola Fekter: kaufmännischen Seite nachfolgen würde?

Carola Fekter: Schau mir das mal an, wie ich schon bereits erwähnt habe, ist

Carola Fekter: es dann relativ schnell gegangen mit Mann und Kind und ich habe

Carola Fekter: mich dann entschlossen, dass ich da einsteige und quasi ja die

Carola Fekter: Rolle meines Vaters irgendwann übernehmen werde und der Plan

Carola Fekter: war ja OK, dann kommt das Kind und dann mache ich Karenz und

Carola Fekter: Dann bin ich so ein paar Stunden im

Carola Fekter: Unternehmen und schaue mir das halt so an und arbeite mich da

Carola Fekter: langsam ein und so in ein paar Jahren oder 3 Jahren habe

Carola Fekter: ich mir das Unternehmen übergeben. Und dann wie mein

Carola Fekter: erster Sohn 4 Monate alt war und ich eigentlich in Karenz war,

Carola Fekter: ist mein Onkel verstorben und auf einmal war alles anders.

Carola Fekter: Auf einmal war die Karenz vorbei, ja weil dann habe ich

Carola Fekter: richtig mitarbeiten müssen, habe mich einarbeiten müssen in

Carola Fekter: Themen, die ich vorher gar nicht vorgehabt habe und.

Carola Fekter: Ja, und seitdem leben mein Vater und ich in der Geschäftsführung.

Carola Fekter: Diesen Spagat, also am Anfang war ja quasi ich

Carola Fekter: noch nicht Geschäftsführerin, erst seit kurzem, wie wir

Carola Fekter: da das machen, und wir haben es noch immer nicht geschafft, das

Carola Fekter: Unternehmen zu übergeben, da sage ich ganz ehrlich ja,

Carola Fekter: Julian, gell, haben wir noch immer nicht geschafft, der Opa

Carola Fekter: und ich. Es ist auch so, dass das

Carola Fekter: Unternehmen bei uns heute von der Größe her so ist, dass man

Carola Fekter: fast eigentlich 2 Geschäftsführer braucht, weil

Carola Fekter: wenn nur ein Geschäftsführer ist, dann ist der

Carola Fekter: Geschäftsführer quasi ständig auf Abruf und man kann dann nie

Carola Fekter: irgendwie mal weg sein, auf Urlaub sein, ja es muss oder

Carola Fekter: länger auf Urlaub sein und mein Vater ist ein sehr

Carola Fekter: pflichtbewusster Mensch. Ist natürlich nicht immer

Carola Fekter: leicht. Ich glaube, die Beziehung zu

Carola Fekter: Eltern ist nie leicht, aber er hat dann auch gesagt, er kann

Carola Fekter: das Unternehmen nicht an mich übergeben, wenn ich eigentlich

Carola Fekter: mit 3 kleine Kinder extrem ausgelastet bin, das heißt er

Carola Fekter: sieht das als Unterstützung, dass er, dass ich auch Zeit mit

Carola Fekter: den Kindern verbringen kann. Und deswegen sage ich ganz

Carola Fekter: ehrlich, haben wir es noch immer nicht geschafft, weil ja, jetzt

Carola Fekter: ist der Julian, ein Jahr alt, jetzt kommt er dann in die

Carola Fekter: Krabbelstube, jetzt können wir wieder einen Anlauf starten,

Carola Fekter: dass wir es jetzt übergeben, aber es ist, es

Carola Fekter: ist wirklich eine Herausforderung zu sagen, ja

Carola Fekter: Sommerferien, keine Kinderbetreuung für mehrere

Carola Fekter: Wochen, was macht man da, kann man mit den Kindern auf Urlaub

Carola Fekter: fahren, kann man mit ihnen Ausflüge machen, das geht nur,

Carola Fekter: wenn man eine Vertretung hat, und diese Vertretung ist mein

Carola Fekter: Vater und auch umgekehrt, sodass er mal auf Urlaub fahren

Carola Fekter: kann. Für mich alleine wäre

Carola Fekter: das zu viel und das ist auch ein Punkt, den wir dann uns fragen

Carola Fekter: müssen, wann wir das Unternehmen übergeben oder die ich mich

Carola Fekter: stellen muss, wie organisiere ich mich dann, sodass ich auch

Carola Fekter: Auszeiten bekomme und auch mit meinen Kindern mal auf Urlaub

Carola Fekter: fahren kann, weil ich glaube, das ist total wichtig für.

Carola Fekter: alle berufstätigen Frauen, dass man auch mal weg ist vom

Carola Fekter: Job und auch mal den Kopf frei kriegt.

Lisa Sigl: Genau, also Entspannungszeiten sind glaube ich auch ganz

Lisa Sigl: wichtig, um wieder Vollgas geben zu können, genauso wie es du

Lisa Sigl: auch bei dir im Unternehmen machst.

Lisa Sigl: Ich finde das ganz großartig, dass du ein bisschen die

Lisa Sigl: Herausforderungen ansprichst, die einfach bei

Lisa Sigl: Unternehmensübergaben. Da sind, das ist einfach

Lisa Sigl: realitätsnah und es stehen ja ganz, ganz viele

Lisa Sigl: Unternehmensübergaben auch in den nächsten Jahren an, in ganz

Lisa Sigl: Österreich fast 50000 Unternehmen, die übergeben

Lisa Sigl: werden, so auch viele in Oberösterreich.

Lisa Sigl: Deswegen werden da sicher viele Zuhörerinnen sich da auch

Lisa Sigl: reinversetzen können. Was würdest du denn anderen

Lisa Sigl: Unternehmerinnen raten bei der Übergabe, worauf muss man da

Lisa Sigl: achten oder Übernahme in dem Fall?

Carola Fekter: Ich habe jetzt kein Geheimrezept, weil ich es wie

Carola Fekter: gesagt auch selber noch nicht geschafft habe.

Carola Fekter: Aber was mir persönlich total wichtig ist, ist die Beziehung

Carola Fekter: zu meinen Eltern. Also ich möchte am Ende des

Carola Fekter: Tages, egal wie man das mit dem Unternehmen machen, sie bleiben

Carola Fekter: immer noch meine Eltern, ja, und ich möchte nicht, ich möchte

Carola Fekter: einen Weg finden, der für alle passt.

Carola Fekter: Ja weil. Irgendwann, ja irgendwann werden

Carola Fekter: sie auch nicht mehr sein und ich möchte ihnen, ich möchte mich da

Carola Fekter: trotzdem noch positiv dran erinnern können und sagen, ja,

Carola Fekter: vielleicht hat es ein bisschen länger gedauert, ja, und wir

Carola Fekter: haben sehr viel Druck gemacht, aber dafür war der

Carola Fekter: Prozess für uns alle gut und wir haben uns nicht total zerstritten

Carola Fekter: oder irgendwas, aber wir sind alle glücklich mit dem Outcome,

Carola Fekter: der dann rausgekommen ist. Vielleicht ein bisschen

Lisa Sigl: persönlich. Wie erlebst du die

Lisa Sigl: Führungsverantwortung, die du im Unternehmen hast?

Lisa Sigl: Wie gehst du mit deinen Mitarbeiterinnen um, was ist so

Lisa Sigl: dein Führungsstil, wie würdest du den beschreiben?

Carola Fekter: Also mein Führungsstil ist grundsätzlich

Carola Fekter: sehr respektvoll. Man muss dazu sagen, im

Carola Fekter: Vergleich zu anderen Branchen ist

Carola Fekter: unsere Branche, die Baubranche, natürlich eine recht schroffe,

Carola Fekter: harte Branche also, da geht es manchmal ein bisschen rau zu,

Carola Fekter: der Umgangston ist da nicht immer so schön, das ist halt

Carola Fekter: so, ja, ich versuche es halt trotzdem immer respektvoll zu

Carola Fekter: machen, aber ich habe auch lernen müssen mit der Zeit, dass

Carola Fekter: ich ein bisschen härter durchgreifen muss manchmal, das

Carola Fekter: ist halt leider so als Chefin, ist nicht immer alles locker

Carola Fekter: flockig und auf rosa Wattewolken, sondern da muss man

Carola Fekter: einfach auch mal harte Entscheidungen treffen und die

Carola Fekter: durchziehen und manchmal auch den Leuten klar und deutlich

Carola Fekter: sagen, was Sache ist. Ja, also ich mach das immer

Carola Fekter: natürlich respektvoll, aber es muss auch manchmal sein. Und da

Carola Fekter: habe ich, mein Vater hat am Anfang immer zu mir gesagt, ja,

Carola Fekter: du bist zu weich und du gibst zu viel nach und ich habe versucht einen Mittelweg

Carola Fekter: zu finden. Einerseits mit der Branche

Carola Fekter: umzugehen, aber andererseits auch trotzdem ich selbst zu

Carola Fekter: bleiben.

Lisa Sigl: Ja, ich glaube, dass in der

Lisa Sigl: Baubranche eine ganz starke, klare Kommunikation sehr wichtig

Lisa Sigl: ist. Gibt es irgendwelche

Lisa Sigl: Schlüsselmomente oder vielleicht ja Fälle, in denen du

Lisa Sigl: als Führungskraft, dich ein bisschen abgehoben hast, ein

Lisa Sigl: bisschen anders reagiert hast?

Carola Fekter: Ja, also es sind immer.

Carola Fekter: Es sind immer 2 Seiten, sag ich jetzt mal.

Carola Fekter: Wie gesagt, wir haben sehr viele langjährige Mitarbeiter, wo das

Carola Fekter: Verhältnis sicher total auf Wertschätzung basiert, mit denen

Carola Fekter: man auch ganz offen und ehrlich reden kann.

Carola Fekter: Und wie gesagt, dann gibt es leider auch Mitarbeiter, wie das

Carola Fekter: so oft ist in den Unternehmen derzeit, wo es sehr viel

Carola Fekter: wechselt, die nicht so loyal sind zum Unternehmen und da muss

Carola Fekter: man auch klipp und klar sagen, OK, da muss man einfach

Carola Fekter: teilweise auch hart durchgreifen und sagen, ja,

Carola Fekter: manche Sachen lasse ich mir nicht gefallen.

Carola Fekter: Ja, so läuft das nicht bei uns, wir haben klare Regeln und

Carola Fekter: Strukturen, wenn einer nicht zu uns passt, dann passt er nicht

Carola Fekter: zu uns und dann muss man sich von dem Mitarbeiter auch

Carola Fekter: trennen. Ja ohne da versuchen 3000 mal

Carola Fekter: Sachen zu retten, die nicht zu retten sind.

Carola Fekter: Ich sage immer Reisende soll man nicht aufhalten.

Lisa Sigl: Du persönlich als Unternehmerin, ihr habt ja auch sehr viel mit

Lisa Sigl: dem Thema Nachhaltigkeit euch beschäftigt.

Lisa Sigl: Ihr habt auch eine Kiesaufbereitungsanlage.

Lisa Sigl: Ich glaube in Ampfelwang mit einem speziellen Kreislaufsystem

Lisa Sigl: entwickelt, da kann man sehr viel Wasser sparen, 85% nämlich,

Lisa Sigl: und es wird gar kein Trinkwasser verwendet.

Lisa Sigl: Wie wichtig oder welche Bedeutung hat das Thema

Lisa Sigl: Nachhaltigkeit bei dir im Unternehmen?

Carola Fekter: Also wir sind ja in der Rohstoffbranche tätig, da hat

Carola Fekter: Nachhaltigkeit natürlich einen großen Stellenwert, weil es auch

Carola Fekter: in der Bevölkerung immer wichtiger wird, aber auch vor

Carola Fekter: den Behörden immer wichtiger wird.

Carola Fekter: Wir müssen für unsere Genehmigungen teilweise beim

Carola Fekter: Forst oder beim Naturschutz auch Zugeständnisse, ist vielleicht

Carola Fekter: das falsche Wort, Zugeständnisse machen, Projekte machen,

Carola Fekter: Ausgleichsmaßnahmen machen. Die dem Naturschutz dienen oder

Carola Fekter: die dem Forst dienen, sag ich jetzt mal Sachen wieder

Carola Fekter: aufforsten oder spezielle Projekte für gewisse Tierarten,

Carola Fekter: die man schützen muss oder gewisse Studien, die man

Carola Fekter: durchführen haben müssen, das kommt immer wieder vor und das

Carola Fekter: wird auch stärker nachgefragt. Wir leiden ein bisschen drunter

Carola Fekter: als ganze Branche, dass die Dinge, die wir machen im

Carola Fekter: Naturschutz und in der Nachhaltigkeit nicht gesehen

Carola Fekter: werden, ja, also man ist als als Kies-Produzent oder als Rohstoff

Carola Fekter: Produzent ja immer so der Buhmann, ja, weil wir natürlich

Carola Fekter: in die Natur eingreifen, vorübergehend natürlich, um den

Carola Fekter: Rohstoff abzubauen, aber die Wahrheit ist, wir alle brauchen

Carola Fekter: den Rohstoff. Kies ist ein Rohstoff, den wir

Carola Fekter: jeden Tag brauchen, ja, in jedem Fundament vom Haus ist ein Kies

Carola Fekter: auf allen Straßen ist Kies, wir können nicht Zug fahren ohne

Carola Fekter: Kies. Also da unsere Ganze, unsere

Carola Fekter: ganze Lebensqualität und unser ganzer Wohlstand basiert auf

Carola Fekter: diesem Rohstoff, und das ist den meisten Leuten nicht bewusst.

Carola Fekter: Und gerade in diesem Abbaugebiet, also wir haben

Carola Fekter: sehr, sehr lange drum gekämpft, dass wir ein neues Abbaugebiet

Carola Fekter: bekommen. Wir haben natürlich, wir und

Carola Fekter: unsere Branchenkollegen auch, haben immer wieder mit Gegnern

Carola Fekter: zu tun, mit Bürgerinitiativen, die Projekte einfach nur

Carola Fekter: verhindern wollen, und das ist sehr, sehr schade, weil wenn man

Carola Fekter: dann nämlich wirklich. Was zusammenbringt nicht nur

Carola Fekter: wir, sondern auch wir als Branche wollen wir was

Carola Fekter: zusammenbringen, das auch die Natur schützt und eigentlich

Carola Fekter: dann, wann der Rohstoff abgebaut ist, einen nachhaltigen Wald

Carola Fekter: oder ein nachhaltiges Naturgebiet hinterlässt.

Carola Fekter: Das wird nicht wertgeschätzt, das wird nicht gesehen und es

Carola Fekter: wird immer schwieriger für uns als Branche, dass wir da

Carola Fekter: Rohstoff finden, Rohstoff abbauen können, und das finde

Carola Fekter: ich total schade. Gerade in Österreich muss man

Carola Fekter: sich jetzt schon die Frage stellen, produzieren wir unsere

Carola Fekter: Rohstoffe hier selber oder wollen wir sie aus dem Ausland

Carola Fekter: importieren. Und das betrifft alle Arten von

Carola Fekter: Rohstoffen und ich finde einfach sehr, sehr stark, wir müssen uns

Carola Fekter: unabhängiger machen von Handelspartnern weltweit, ja in

Carola Fekter: der Nähe und in der Ferne und einfach darauf schauen, dass

Carola Fekter: wir, dass wir unsere Rohstoffe, egal was das ist, auch selber in

Carola Fekter: Österreich herstellen können. Und wir haben, muss ich ganz

Carola Fekter: ehrlich sagen, unglaublich hohe Standards, was Naturschutz

Carola Fekter: betrifft, was Arbeitssicherheit betrifft und so weiter und

Carola Fekter: sofort, und da bin ich mir sicher, in anderen Ländern haben

Carola Fekter: wir diese Standards nicht, aber aus diesen Ländern importieren

Carola Fekter: wir die Rohstoffe. Das heißt, das ist

Carola Fekter: zweischneidiges Schwert zu sagen, ja, Not in my backyard,

Carola Fekter: ich will den Kieserbauern nicht bei mir vor der Haustür

Carola Fekter: haben, weil das ist, da fahren vielleicht ein paar LKW vorbei

Carola Fekter: und das ist ein bisschen laut und ein bisschen schlau, aber

Carola Fekter: ich habe kein Problem damit, Rohstoffe zu importieren aus

Carola Fekter: Ländern, die die Menschenrechte nicht respektieren oder die

Carola Fekter: Umweltstandards nicht respektieren.

Carola Fekter: Das finde ich ehrlich gesagt nicht OK, ja.

Lisa Sigl: Da finde ich hast du absolut recht, da müsste man mehr Sichtbarkeit

Lisa Sigl: auch genau dafür schaffen, dass ja die Nachhaltigkeit mehrere

Lisa Sigl: Aspekte umfasst.

Carola Fekter: Ja.

Lisa Sigl: Und mehrere Säulen umfasst. Aber das bildet sich im

Lisa Sigl: Unternehmen auch definitiv ab. Carola vielleicht 2 persönliche

Lisa Sigl: Fragen, nur die ich da gern stellen würde, weil du hast

Lisa Sigl: jetzt wirklich auch schon viel Führungserfahrung natürlich

Lisa Sigl: gesammelt in deinem Leben, wenn du jetzt so circa 15 Jahre

Lisa Sigl: zurückdenken würdest, was würdest du deinem Jüngeren ich

Lisa Sigl: raten, was würdest du da für einen Tipp geben?

Carola Fekter: Also meinem Jüngeren Ich würde ich wahrscheinlich raten,

Carola Fekter: dass man, dass man aufhören muss zu glauben, dass.

Carola Fekter: das, was ich mal gelernt habe oder das, was ich mal studiert

Carola Fekter: habe am Anfang meiner beruflichen Karriere, dass ich

Carola Fekter: das für den Rest meines Lebens machen werde.

Carola Fekter: Also das stimmt nicht. Also ich bin habe einen krassen

Carola Fekter: Wechsel vollzogen, sag jetzt mal. Vom Konzern ins Unternehmertum

Carola Fekter: und ja, es kann sein, dass es wieder mal so einen Wechsel gibt

Carola Fekter: und dass ich irgendwann einmal sage, ich möchte jetzt wieder

Carola Fekter: was ganz was anderes machen, und ich habe auch durch das

Carola Fekter: Unternehmertum Ausbildungen machen müssen, nachgemacht,.

Carola Fekter: an die ich vorher nie gedacht hätte.

Carola Fekter: Also ich glaube, man muss aufhören zu denken, dass man

Carola Fekter: eine geradlinige berufliche Laufbahn hat, es wird sich alles

Carola Fekter: ändern, man kann es nicht planen und man muss einfach offen sein

Carola Fekter: und sich mental ein bisschen darauf vorzubereiten.

Carola Fekter: Ja, es kann mein Leben auch ganz anders verlaufen und wenn man

Carola Fekter: aber dafür bereit ist und offen damit umgeht,.

Carola Fekter: dann kann, glaube ich, was Gutes draus werden.

Carola Fekter: Wie gesagt, also Unternehmertum oder diese

Carola Fekter: Mutterrolle, die Familie war zu dem Zeitpunkt wo es passiert ist

Carola Fekter: nicht auf meinem Radar und ich muss ganz ehrlich sagen, meine

Carola Fekter: meine Familie, meine 3 Kinder, die sind mein größtes Glück, ich

Carola Fekter: bin unglaublich stolz auf meine 3 Kinder und die sind das Beste

Carola Fekter: was mir jemals passiert sind und bin immer noch sehr sehr dankbar

Carola Fekter: Dass, wie soll ich sagen,. dass der Herrgott, der diesen

Carola Fekter: Wink mit dem Zaunpfahl gemacht hat und gesagt, so aus, das ist

Carola Fekter: jetzt dein Weg, und den gehst du jetzt.

Lisa Sigl: Ja, liebe Carola, Man merkt wirklich, wie engagiert du bist,

Lisa Sigl: was du für eine Powerfrau bist. Auch wenn du eingangs gesagt

Lisa Sigl: hast, du kriegst nicht alles unter den Hut.

Lisa Sigl: Aber ich finde, du machst es hervorragend, weil er jetzt

Lisa Sigl: gedacht hätte, der Julian, weil er so still war, ist aus dem

Lisa Sigl: Raum gegangen. Nein, ganz im Gegenteil, also

Lisa Sigl: die Carola hat hier nebenbei noch gestillt.

Lisa Sigl: Du führst ein Unternehmen, das seit 100 Jahren

Lisa Sigl: Familiengeschichte existiert und bringst es sozusagen in die

Lisa Sigl: nächste Generation mit dir und mit deinen 3 Kindern dann in

Lisa Sigl: Zukunft und machst dann nebenbei noch gerade am Vormittag den

Lisa Sigl: Podcast mit mir. Also ich bin unglaublich

Lisa Sigl: beeindruckt und es freut mich wirklich sehr, dass du heute da

Lisa Sigl: bist und mit mir dieses Gespräch geführt hast.

Carola Fekter: Ja, danke für die Einladung. Mich hat es auch sehr gefreut.

Lisa Sigl: Das war der Podcast von Frau in der Wirtschaft Oberösterreich

Lisa Sigl: Ich bin Unternehmerin. Vielen Dank, dass du dabei

Lisa Sigl: warst, liebe Zuhörerin, wenn du mehr bespannende

Lisa Sigl: Persönlichkeiten, Unternehmerinnen aus ganz

Lisa Sigl: Oberösterreich erfahren möchtest, dann bleibt dran.

Lisa Sigl: Abonniere, like oder teile auch gerne unseren Podcast, um keine

Lisa Sigl: Folge mehr zu verpassen. Ich freue mich aufs nächste mal

Lisa Sigl: deine Lisa Sigl. Dieser Podcast wurde produziert

Lisa Sigl: von We pod it.

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