#1 Wie Nachhaltigkeit Innovation antreibt – Lisa Sigl im Gespräch mit Katharina Langeder von AluClip
Shownotes
In der ersten Episode von „Ich bin Unternehmerin PUNKT“ ist Katharina Langeder von AluClip in Buchkirchen zu Gast. Das Unternehmen produziert nachhaltige Aluminiumprofile für Fenster, Türen und Sanierungsprojekte. Katharina spricht mit Frau in der Wirtschaft Landesvorsitzende Lisa Sigl darüber, wie sie Innovation und strategische Ideen in den Familienbetrieb bringt und warum es wichtig ist, traditionelle Wege zu verlassen und sich etwas zu trauen. Perfektionismus loszulassen und Routinen zu schaffen, hilft ihr als Unternehmerin und Mutter von zwei Söhnen, Familie und Beruf zu vereinen. Außerdem teilt sie ihre Sicht auf Nachhaltigkeit und die Chancen, die Sanieren und Reparieren bieten.
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00:00:07: Herzlich willkommen zu unserem Podcast.
00:00:09: Ich bin Unternehmerin Punkt von Frau in der Wirtschaft Oberösterreich, dem Podcast mit inspirierenden Erfolgsgeschichten von Unternehmerinnen aus ganz Oberösterreich.
00:00:18: Mein Name ist Lisa Siegel und ich freue mich dich jeden Monat bei einer Reise durch alle Bezirke begleiten zu dürfen!
00:00:24: Unsere heutige Reise führt uns nach Welsland.
00:00:28: Heute spreche ich mit Katharina Langeder von Aloklip in Buchkirchen.
00:00:32: Katharina bringt frischen Wind, Innovation und strategische Ideen in den Betrieb der sich auf nachhaltige Aluminiumprofile für Fenster-, Türen- und Sanierungsprojekte spezialisiert hat.
00:00:42: Im Podcast erzählt sie wie sie ihr Team auf Augenhöhe führt verantwortung übernimmt und dabei Familie und Unternehmertum vereint.
00:00:49: Freut euch auf spannende Einblicke in ihren Weg ihre Haltung und die Zukunft des Unterneemens!
00:00:55: Ihr liebe Katharina Ich habe so ein bisschen erwähnt, Eingangs im Text was du machst.
00:00:59: Aber ich möchte es gerne von dir persönlich noch einmal hören.
00:01:02: Magst du dich gern ein bisschen vorstellen?
00:01:04: Wie ist der Werdegang?
00:01:05: Wie seid ihr zu dem Unternehmen gekommen?
00:01:07: Wie bist du zum Unternehmen gekommen und wie ist deine ganz private Reise gewesen?
00:01:12: Liebe Lisa, danke für die Einladung!
00:01:13: Zum Podcast.
00:01:14: freut mich sehr dass ich da jetzt Gast sein darf.
00:01:16: Mein Name ist Katharina Lang-Eder bin jetzt vierunddreißig Jahre alt und bin in das Unternehmen meines Partners eingestiegen.
00:01:25: Es ist jetzt kein klassisches Familienunternehmen, wie man es vielleicht von woanders kennt.
00:01:30: Mein Vater hat mit achtundfünfzig Jahren das Unternehmen von seinem Vorgänger gekauft.
00:01:36: Sein Vorgänger hat einfach den Plan gehabt, das Unternehmen zu verkaufen und mein Vater hat sich gedacht, dass funktioniert so nicht.
00:01:42: was passiert mit die Mitarbeiter?
00:01:44: Was machen wir?
00:01:45: Und wir haben gesagt, Papa bist du verrückt?
00:01:48: Du kannst ja mit auch der Fußgär jetzt da noch ein Firma übernehmen und deckt doch jetzt an deine Pension.
00:01:53: Und schau dir das jetzt die letzten Jahre quasi nur irgendwo arbeitest was dir Spaß macht und mach dir dann eine schöne Pension!
00:02:00: Und er hat gesagt nein es geht für mich nicht.
00:02:01: also ich will einfach dass die Mitarbeiter verdienen das, dass er einen Job behalten und dass die Firma gut weiter lauft.
00:02:08: und ich mache das jetzt.
00:02:09: Er hat dann schon immer das Niedler Gedanken gehabt, dass mein Mann und ich das einmal weiterführen.
00:02:15: Mein Mann kommt aus dem technischen Bereich und wir haben aber von Anfang an immer abgeblockt.
00:02:19: also für uns war es überhaupt kein Thema, dass wir das einmal übernehmen.
00:02:23: Ich komme aus dem Marketing und für mich bin er ein sehr kreativer Mensch, ich bin sehr visuell und habe mir überhaupt nicht in diesem handwerklichen Kontext gesehen.
00:02:33: Genau!
00:02:34: Und dann sind meine beiden Burschen kommen... der Gabriel und der Jakob.
00:02:38: Und irgendwie hat sich dann für mich mein Wertverständnis verändert, die habe ich mir gedacht, ich will einfach meine Zeit in der Arbeit mit sinnvollen Tätigkeiten füllen und auf Verantwortung übernehmen.
00:02:50: und irgendwie ist man das Unternehmen von Papa immer mehr wieder in den Kopf gerückt kann man sagen.
00:02:57: Und ich habe dann auch schon verschiedene Tätigkeiten übernommen.
00:03:00: Ich habe geschaut, dass ich das Marketing-Neue aufsetze nebenbei und hab die Webseite neu gemacht, hab den Namen verändert.
00:03:07: So ist es dann ernst zum anderen gekommen und eines Tages hat's kassend passt!
00:03:12: Ich mache das jetzt und mein Mann ist dann – ich glaub was war's?
00:03:15: Er treift wieder später – ist mir eher nachgefolgt.
00:03:17: Das war absolut nicht auf seiner Agenda.
00:03:20: Also er hat immer gesagt, ich sehe hier was der Papa arbeit.
00:03:23: Das ist nichts für mich.
00:03:25: Und die haben dann immer gecatcht.
00:03:26: Die haben einfach immer Fragen gestöhlt im technischen Kontext, weil ich wusste okay er hat den technischen Background und er hat dann gesehen hey voll cool!
00:03:34: Ich gebe ja Antworten und am nächsten Tag geht sie in die Firma ums.
00:03:37: jetzt ist es einfach um.
00:03:38: also das war dann extrem tak dass quasi die Entscheidungswege so kurz waren was er nicht gekannt hat was der Hierarchie eben von einem Konzern.
00:03:46: Das
00:03:48: ist ja eine ganz spannende Geschichte, wie sie auch zum Unternehmen gekommen sind.
00:03:52: Und jetzt würde ich mich aber noch interessieren, wie den ganz persönlichen Werdegang eigentlich war.
00:03:56: Wo kommst du her?
00:03:58: Ich bin mit, also habe zuerst Vollkschuldige Gymnasium gemacht und dann partele an die Tourismus-Schule.
00:04:03: Ah, Touristikkarriere!
00:04:04: Genau.
00:04:05: Und bin nach Salzburg gezogen, hab da Tourismus und Innovationsmanagement studiert und hab dann im Anschluss noch den Master gemacht in Erdingen.
00:04:13: Hab immer berufsbegleitend studiert weil ich einfach Immer die Freiheit genießen wollte, dass ich ein bisschen unabhängig sein kann.
00:04:20: Also ich will nie am Rockzipfel von meinen Eltern hängen.
00:04:23: Genau und dann hab' ich verschiedenste Jobs nehmen, ein Studium schon gemacht im Marketing und vor allem im Online-Marketing eigentlich.
00:04:31: Bin dann am Schluss bevor ich die Kids bekommen habe, war ich beim Hofer in der Marketing Abteilung... genau!
00:04:37: Und dann ... ... ist quasi der Jakob.
00:04:41: oft wird kommen und ... ... der Gabriel.
00:04:46: Und du bist dann eingestiegen, glaubt vor noch nicht allzu langer Zeit.
00:04:50: Zwei, zwanzig vierundzwanzig,
00:04:51: gell?
00:04:51: Ja genau!
00:04:52: Und du hast dort die kaufmännische Leitung übernommen.
00:04:54: Wie ist es gemeinsam am Anfang zu Beginn mit deinem Vater?
00:04:58: Gemeinsam auch dieses Unternehmen in die Zukunft zu führen?
00:05:02: Du hast da dort viel Verantwortung übernomen.
00:05:05: Wie funktioniert auch die Zusammenarbeit mit deinen Vater gemeinsam im Unternehmen?
00:05:10: Also das war sich meinem Vater sehr hoch anrechnet dass unsere Beziehung wirklich auf einer ganz wertschätzenden Basis funktioniert.
00:05:18: Er lasst mir da voll wirken und auf der anderen Seite brauche ich sein fachliches Wissen ja sehr, also wir profitieren da wirklich beide voneinander.
00:05:28: Er war, er kann sich in Sachen Marketing finanzen, kann das jetzt zu hundert Prozent auf mich verlassen?
00:05:33: Und ich war es!
00:05:35: Ich muss mir einfach sein Wissen, was er hat.
00:05:37: Ich muss mich das so krallen auch wenn er nicht wirklich viel Zeit dafür hat.
00:05:40: Muss ich auch ehrlich sagen, dass ist oft ein bisschen die Herausforderung weil er so viel unterwegs ist und da ist eigentlich immer der beste Zeitpunkt, dass sie am meisten wissen erhalte man ich weiß ja vor jetzt nach Wien oder nach Salzburg dann rufen schnell an wann im Auto sitzt oder kann er nicht aus?
00:05:54: Das heißt da muss es sich meinen Fragen dann wirklich stellen.
00:05:58: und genau also Es ist eigentlich ein großes Geschenk, dass er noch aktiv ist und uns da mit seinem Wissen unterstützt.
00:06:04: Aber wie gesagt eben nicht immer leichtes!
00:06:08: Und auf der anderen Seite war es auch notwendig weil mein Vater hat bevor ich ins Unternehmen gekommen bin oder eigentlich Dreitshops gemacht und es waren so Sachen wie Strategie... Wie richtet man das Unternehmen aus?
00:06:20: Personal, das waren alles Dinge die sind nicht abgriffen worden, weil einfach keine Ressourcen da waren.
00:06:26: Von dem her war meine Aufgabenfelder relativ schnöck.
00:06:29: klar, was ich zum tun habe.
00:06:31: Genau das hat sich da schnell herauskristallisiert und bin da klar, man muss keine Wasser geschmissen werden und hab dann gleich wirklich angefangen dass sie operativ und strategisch da ins Werken kommen.
00:06:40: Ich habe in einem Zeitungsartikel gelesen Katarina du hast gesagt ja du kannst sehr viel auch lernen von deinem Vater aber trotzdem du bist die junge Generation.
00:06:48: dafür ist das Unternehmen auch in die Zukunft und hast sicherlich auch neue Ideen.
00:06:52: wie schaffst du da auch die Balance zu finden?
00:06:55: Die Balance gelingt, mal schlechter, mal besser.
00:06:58: Wichtig ist mir oder uns das wir die Werte, die mein Vater uns vorlebt weiterleben.
00:07:03: also ganz stark.
00:07:04: im Fokus ist da die Handschlagqualität.
00:07:07: Wir stehen ja absolut für eine Handschlag-Qualität wie es Familienunternehmen in meinen Augen auch haben sollte.
00:07:13: und auf der anderen Seite bin ich natürlich rauf und dran dass sie meinen Drive einbringen.
00:07:18: also wie für digitalisieren hinterfrag bestehende Prozesse ist es notwendig, dass man das so macht wie früher.
00:07:26: Gibt's da nicht einen anderen Weg?
00:07:27: Und genau... Da schauen wir, dass wir ein gemeinsamen Nenner finden und jetzt passiert natürlich immer mit dem Hintergedanken, dass ich jetzt das was eher aufgebaut habe nachhaltig weiterführe und nicht zerstöre.
00:07:40: Es ist ja dann zusätzlich auch noch dein Mann ins Unternehmen gekommen, das heißt es hat eigentlich ein Dreier-Team und die kann man vorstellen dass er auch die Zusammenarbeit herausfordern, dies manchmal natürlich auch Chancen bietet.
00:07:52: Aber ich glaube man muss auch gut abgestimmt sein oder?
00:07:54: Da
00:07:54: hast du völlig recht!
00:07:56: Gerade mein Mann der ist sehr kommunikativ und er erwartet auch von seinem Gegenüber dass man mit ihm kommuniziert und er ist natürlich auch angewiesen auf die Kommunikation mit meinem Vater.
00:08:07: Und wie ich schon erwähnt habe, ist er nicht oft greifbar für uns – und das ist eigentlich so die größte Herausforderung in unserem Dreier-Team, weil mein Mann gerade diesen technischen Part ja übernimmt und da noch viel mehr von diesem technischen Fundament benötigt als
00:08:22: ich.
00:08:22: Genau!
00:08:23: Da ist es oft, dass die zwar oft mehr Reibungen haben, wie wir, weiß ich, wie mein Papa und ich, aber ich hab' schon besser gekrehen und weiß, wie ihn halt nehmen muss….
00:08:31: Die Beziehung zwischen mir und meinem Mann funktioniert nach wie vor sehr gut.
00:08:36: Das Gute ist, dass ja eben sehr viel unterwegs ist.
00:08:39: also wir haben eigentlich kaum Berührungspunkte eher als im Vertrieb draußen und noch die Kundenkontakte.
00:08:44: Ich bin im Büro und mein Vater ist gerade noch Mann für alles und zieht sich aber schon langsam zurück.
00:08:52: Das heißt ihr arbeitet alle in verschiedenen Abteilungen auch?
00:08:55: Und jeder hat so sein Zuständigkeitsbereich auch
00:08:58: Ja, und gerade in einem kleinen Betrieb verschwindet es ja schon sehr.
00:09:01: Also man muss eigentlich so gut wie alles klingen.
00:09:04: Ich kann jetzt nicht schweißen oder ich kann nicht bieren.
00:09:07: Da muss ich mich schon verlassen können, dass das unsere Männer machen, weil sie auch weiß, dass ganz gut funktioniert.
00:09:12: aber im Großen und Ganzen gibt's natürlich schon gewisse Aufgabenbereiche wo jeder weiß okay der ist jetzt für das zuständig und der Papa war jetzt für deszuständig.
00:09:20: Und du mit deinem Team?
00:09:21: Ich glaube ihr habt ein achtköpfiges Team, ist das richtig?
00:09:26: Gehst du auch in deiner Teamführung mit deinen Mitarbeitern, Mitarbeiterinnen um?
00:09:30: Wie funktioniert das?
00:09:31: Ich glaube ich habe sie ja relativ flacher hier im Hirn grundsätzlich und da würde mich insbesondere interessieren wie werden dann Entscheidungen auch getroffen.
00:09:39: Ja, dieses Thema Führung war eigentlich für mich das mit dem meisten Bauch.
00:09:43: wenn man es gehabt hat weil ich bin eine Warni was macht dann möchte ich das da hundert Prozent können.
00:09:48: Und in einem technischen Betrieb ist es aber nicht möglich als Quereinsteigerin, dass ich jetzt alles weiß und alles kann.
00:09:54: Ich habe mir dann immer gedacht wie soll ich als Frau die Sie mit dem Ganzen eigentlich nicht gut auskennen?
00:09:59: Wie soll ich das Team
00:09:59: führen?".
00:10:01: Da hat sich viel mich ganz schnell heraus kristallisiert, dass mein Weg der Führung über die Menschlichkeit geht.
00:10:06: Also ich schaue einfach, daß ich unserem Team einen Rahmen gebe wo sie sich sicher bewegen können, wo sie gerne in die Arbeit kommen und einfach wissen, Ja, und einfach alles was in einer Firma so notwendig ist.
00:10:21: Also das ist ja nicht das, was ich frei halte.
00:10:24: Und auf der anderen Seite kann ich mich auch total darauf verlassen dass sie einen Job machen.
00:10:29: Sie sind extremst loyal.
00:10:30: Das ist auch darauf zurückzuführen Dass sie einfach wissen Der Papa hat die Firma übernommen und gekauft Den mit ihrem Job behalten.
00:10:38: also dies ist natürlich Realität ohne Ende Und das spüren wir jetzt auch.
00:10:43: Also sie kommen uns da wirklich entgegen.
00:10:45: Ich kann alle Fragen stellen wo ich Fragen habe einfach und ich muss mich da auch nicht blöd verkommen.
00:10:52: Okay,
00:10:52: das heißt man gibt ja viel Wissen.
00:10:54: also du bekommst auch viel Wissens von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vom On-Intern Unternehmen weil die ja auch schon länger dort arbeiten tatsächlich wahrscheinlich?
00:11:05: Ja zum Teil schon über fünfzehn Jahre in Betrieb.
00:11:07: also wirklich da sind wir vor einer glücklichen Lage.
00:11:09: die sind schon sehr lange hier und fühlen sich extrem wohl.
00:11:13: Und da habe ich aber alle erinnern müssen, dass es keine Schwäche ist.
00:11:16: Dass ich einfach Sachen hinterfroge oder dass ich sage hey Marco warum machst du das jetzt so?
00:11:20: Oder warum ist der Arbeitsprozess jetzt dieser?
00:11:23: Da hab' ich mir am Anfang schon doch gar nicht wirklich fragen.
00:11:26: Ich bin ja eigentlich darüber auch wenn wir Flachhierarchien haben.
00:11:30: Aber da bin ich schon bei meinen eigenen Schatten gesprungen und dass ich das gerne habe.
00:11:34: Hey!
00:11:35: Ich muss nicht alles wissen, ich kann fragen.
00:11:37: Es ist kein Drama, wenn ich jetzt damit Sachen beantworten kann.
00:11:40: Absolut richtig!
00:11:41: Da bin ich ganz bei dir und ich glaube das zeichnet eine starke Unternehmerin aus, dass man sie genau bei den Bereichen wo wir halt nicht genau bescheid warst auch jemanden sucht der genau diesen Partnern übernehmen kann.
00:11:51: also das hat ja auch Vorteile weil alles kann niemand wissen und du konzentrierst dich auf die Bereiche wo du spezialisiert bist und auf die Bereich wo man gut delegieren kann.
00:12:00: da holten sich halt Experten.
00:12:01: dann Ja genau Aluclid produziert ja patentierte Aluminiumprofile und ihr seid auch ganz stark im Sanierungsbereich tätig bzw.
00:12:12: habt auch einen stark nachhaltig ausgerichtetes Unternehmen, kannst du uns ein bisschen vielleicht zum besseren Verständnis für mich und auch die Zuhörerinnen und Zuhöre erklären was genau ihr da macht?
00:12:24: Weil ich glaube man muss dann bei euch das Fenster nicht mehr austauschen sondern man kann das Fenstern sanieren!
00:12:28: Ja, genau!
00:12:30: Wir sanieren, wie du schon gesagt hast Fenstertüren und Wintergarten mit Aluminiumverkleidungen.
00:12:35: Das kann man sich so vorstellen... Man hat jetzt auch Holzfenster und das ist außen nach Jahren abgewittert oder es gibt dann Haargeschaden oder die Vorabschad einfach nicht mehr schön aus.
00:12:45: und da sind die Kunden oft nie mehr bereit, dass jedes Jahr das Fenster streichen und dann wollen sie halt oft wechseln oder austauschen.
00:12:51: und das ist eigentlich ein totaler Blödsinn, weil man das bestehen in der gute Fenster drinnen lassen kann.
00:12:57: Es ist nicht notwendig dass nur eine kurze Fenster rausreißt.
00:13:00: es beschädigt ja oft die Substanz und wir gehen dann eben her wie messen das Fenster ganz genau aus mit Sprossen ohne Sprossen?
00:13:08: Wir machen rundbogen Fenstern, wir machen Segment-Bügen, wir Machen Corp-Bügen sind alles Begriffe die habe ich auch erst lernen müssen.
00:13:14: Genau, und dann werden die Aluminiumverkleidungen wirklich massgenau gefertigt bei uns in der Produktion.
00:13:20: Also wir sind auch Erzeuger.
00:13:22: Dann kommt unser Montagetrupp und gibt diese alle Verkleidung mit speziellen Clips quasi auf das Fenster drauf.
00:13:29: Das ist aber nicht nur bei Holzfenstern möglich sondern auch bei Kunststofffensterm.
00:13:33: Und das ist ja sage ich mal sehr innovative Technik beziehungsweise eine sehr nachhaltige Technik auf Fenster zu sanieren.
00:13:41: Wie wichtig ist dir auch das Thema Nachhaltigkeit bei dir in der Unternehmensstrategie?
00:13:47: Bei uns ist das Thema nachhaltigkeit kein Motivart auf der Webseite, wie es oft ja dieses Green Bashing ganz stark gibt, sondern Nachhaltigkeiten ist unser alltägliches Tun.
00:13:56: Aluminium ist so hundertprozent recyclable.
00:13:58: wir reißen keine Fenster raus, sondern wir ersetzen quasi einen alten Bestand und somit sind wir schon mal extremst ressourcen schon jetzt Und genauso sehr ge-design unserer Unternehmensstrategie IWÜ, unser Unternehmen für die nächsten zehn bis nur vor zwanzig Jahren nachhaltig aufbauen.
00:14:14: Also vielleicht wollen unsere Söhne da auch mal mit einsteigen und dann schauen wir natürlich das Nehmen am Ball bleiben und schauen was sind die Trends?
00:14:22: Wo müssen uns hin entwickeln?
00:14:24: Was wieder Kunde?
00:14:26: Welche technischen Erweiterungen gibt es zum Beispiel wo können wir uns weiterentwickeln?
00:14:30: Da schaue ich wirklich an dass das nachhaltlich dann auf gesunde Beine steht.
00:14:34: Wenn du gerade gesagt hast, die Trends auch.
00:14:36: Wohin geht es denn bei den Sanierungsthemen, die du betreuest jetzt derzeit?
00:14:41: Ja wir sind schon konstant, dass an Trend generell zu Sanierungen gibt.
00:14:45: Es werden ja die Grundstücke immer weniger und oder teurer.
00:14:48: Die Kreditvorgaben sind oft schwierig, dass sich junge Leute einfach das leisten können.
00:14:53: So ist dann oft, dass die Jungen das Haus von den Alten übernehmen und sanieren oder dass sie dazu bauen.
00:14:59: Und dann muss man auf den alten Teil sanieren, wo das der Neue dazupasst – von den Farben zum Beispiel.
00:15:05: Genau!
00:15:05: Das ist einmal sicher ertrennt, dass es ganz stark jetzt in Wachstum ist.
00:15:09: Ja.
00:15:10: Und ja…
00:15:12: Das kann ich mir vorstellen, das ist gut, oder?
00:15:13: Also auch die Auftragslage passt derzeit?
00:15:15: Die Auftragslage passt gut.
00:15:16: Da sind wir wirklich in einer glücklichen Lage und können uns nicht beschweren.
00:15:20: Fein, das hört man gerne her.
00:15:23: Positive Aussichten für zwanzig, sechsundzwanzig oder?
00:15:25: Ja.
00:15:26: Was ganz gut!
00:15:29: Katarina du arbeitest gemeinsam mit deiner Familie im Familienbetrieb aber du bist ja auch Mutter.
00:15:33: hast du vorher eingangs erzählt?
00:15:34: Du hast zwei Burschen drei und fünf Jahre alt.
00:15:36: ich glaube das ist natürlich immer eine Herausforderung.
00:15:39: Laufen die im Betrieb mit.
00:15:40: wie funktioniert es?
00:15:42: Der Betrieb ist eine halbe Stunde entfernt von mir daheim.
00:15:45: Das heißt es ist durchaus wirklich ein Challenge dass man alles unter einem Hut bringt und das gelingt mir mal schlechter, mal besser.
00:15:53: Und da möchte ich ja ganz klar erwähnen, man muss sich von diesem Perfektionismus, den man rundherum aufzirkt auf Instagram, dann muss man es dir einfach verabschieden.
00:16:01: Also... Ich bin selbst ein ganz orgelperfektionalist, denn ich bin eine Jungfrau.
00:16:05: also das ist wirklich nicht so leicht dass man das abgelegt aber es funktioniert nicht!
00:16:10: Man hat hundert Prozent und kann nicht... Man muss die Hundert Prozent einfach am Tag über aufteilen, damit man die Energie über bleibt.
00:16:18: Genau Also es ist durchaus wirklich ein Spagat, den man da hat als Mutter und Unternehmerin.
00:16:25: Aber ich glaube, das geht auch.
00:16:26: alle Frauen die jetzt angestellter sind und einfach einen Job ausüben und Kinder haben geht's wahrscheinlich gleich.
00:16:33: Hast du da speziell irgendwelche Routinen oder Strategien entwickelt, die dir dabei helfen, dass du den Spagats ein bisschen besser schaffst?
00:16:40: Ja, ich bin der absolute Verfechterin von Routinnen.
00:16:43: Mancher sehen sie ja als Freiheitsberaubung – ich liebe es!
00:16:48: Gerade da morgen und da Abend, die schauen bei uns immer gleich aus.
00:16:50: Also die Kinder wissen genau wie es abläuft, wir wissen wie es ablauft und das gibt uns so viel Freiheit und Energie wenn man da weiß was zum tun ist.
00:16:58: Und genau bei uns ist eben dann morgen und der Abend immer gleich.
00:17:01: Vormittage gehören zu hundert Prozent der Firma.
00:17:03: Da setze ich wirklich den Fokus total auf die Arbeit Und am Nachmittag gehört meine Zeit mit den Kindern.
00:17:09: Da schaue auch dass ich wirklich präsent bin.
00:17:11: in dieser Zeit Funktioniert natürlich auch nicht immer wenn eine Antwort freinkommt Natürlich hebe ich ab Kann natürlich sein, dass dann noch mal ein Kind seinschreit.
00:17:18: Und das muss auch möglich sein als Unternehmerin oder?
00:17:21: Ja!
00:17:22: Sie müssen es ja sehen und lernen, dass quasi eine andere Dinge zum Tun gibt – als Wutzlebarn z.B.
00:17:29: Genau.
00:17:30: Am Abend bin ich da eine absolute Verfechterin davon, dass meine Kinder sehr bald ins Bett gehen.
00:17:35: Das ist bei uns absolut notwendig, weil ich nicht wissen wie es anders schaffe.
00:17:40: Nachdem die Kinder dann schlafen, kommen die Haushaltküche und Co.
00:17:44: Und da versuche ich nur, wenn ich genug Kraft habe, dass ich mich vielleicht noch eine halbe Stunde zum PC setze und wichtige Dinge
00:17:50: abarbeite.".
00:17:52: Ja das Thema Familie- und Berufvereinen, ich glaube es ist ja ganz wichtig und ihr habt ja auch auf der Homepage Lesen ein Ferienprogramm gestaltet, letzten Sommer mit einer Kinderwerkstatt bei Aloklip.
00:18:06: Was ist jetzt genau?
00:18:07: Und was hast du dabei gedacht?
00:18:09: Willst du damit bewirken?
00:18:11: Ja, gerade weil ich eben Mama bin wollte dieses Thema sanieren und reparieren einfach näher bringen.
00:18:17: zu den Kindern.
00:18:18: Und ich weiß auch wie schwierig es ist dass man in den Sommerferien neun Wochen lang eine Betreuung für die Kinder hat.
00:18:24: Und jetzt habe mir gedacht warum sucht man ja da Möglichkeit das sie zumindest einen Vormittag den Kindern aus der Region ein Programm bitte, das einfach ein Mehrwert er hat Und wo sie einfach auch was Sinnvolles sehen, jetzt nicht dieses klassische Turnen.
00:18:37: Was natürlich auch sehr wichtig ist.
00:18:40: Ja und dann habe ich der Gemeinde geschrieben und hab gesagt, ich möchte gerne eine fairen Aktion machen und hab mir dann ein Programm überlegt für vier Stunden.
00:18:48: Sie waren da wirklich im Unternehmen in allen Bereichen einmal... Gast, der Marco, unser Produktionsleiter hat es da wirklich ganz willkommen geheißen und dann haben wir verschiedene Stationen gemacht.
00:19:00: Und ja das hat man extrem stark die Kinder, hat so viel Dauktion gekrockt, ob wir nächstes Jahr das Gleiche wieder machen.
00:19:06: Das erfüllt auch in einer gewissen Art und Weise wenn man da soviel positiven Rücklauf gespielt.
00:19:11: Ja und wie haben wir Eingangsbeeren einen kleinen Espresso schon gesprochen?
00:19:14: Du schreibst ja gerade an ein Kinderbuch oder?
00:19:17: Genau ich habe einfach dieses Thema mit den Kindern Troll gefunden, dass ich mir dacht habe, diese Nische gibt es noch nicht für Kinder.
00:19:25: Es gibt schon extrem viele Achtsamkeitsbücher und Dankbarkeits-Bücher, was auch wirklich sehr wichtig sind.
00:19:30: aber so auf diesem Sektor reparieren, sanieren, das man quasi nicht immer alles gleich wegschmeißen muss.
00:19:36: Kaum ist irgendein Spülzeug hin, sagen die Kinder oft, hey Mama, ich brauche das jetzt neu!
00:19:40: Und da wollte ich einfach etwas schaffen, was den Kindern sagt.
00:19:44: Man muss nicht immer gleich alles neu kaufen, sitzt die hin, nimmt einen Schraubenzüger und schraubt das jetzt auf.
00:19:49: Das geht genauso gut wie vorher.
00:19:52: Dann habe ich mich hinsetzt und hab versucht, dass ich Inhalte generiere für unterschiedliche Ausgangssituationen oder Problemsituationen und hab dann mit Hilfe von der KI natürlich auch Bilder illustriert.
00:20:04: Ich bin da gerade am Feinschliff und ja, ich hoffe, dass zum Sommer hin fertig wird!
00:20:09: Ja, super.
00:20:10: Alles Gute für dein
00:20:11: Projekt!
00:20:12: Dankeschön!
00:20:13: Du bist jetzt seit Jahrzehnt, vierundzwanzig selbstständig.
00:20:15: Gibt es schon irgendwelche Learnings, die du sagst?
00:20:19: Jetzt bin ich Unternehmerin und da habe ich natürlich mit ganz neuen Sachen konfrontiert und Themenbereichen konfrontieren.
00:20:26: Da habe ich schon wirklich was gelernt.
00:20:27: oder bin ich persönlich auch gewachsen?
00:20:29: Ah ja also mein größtes Learning ist sicher dieser Perfektionismus.
00:20:33: Den muss man ablegen.
00:20:34: Es geht nicht.
00:20:34: Man kann halt immer perfekt sein.
00:20:36: hundertprozent so laufen, wie man es sich vorstellt.
00:20:41: Das zweite große Learning ist Hilfe anzunehmen.
00:20:46: Man glaubt oft, dass das eine Schwäche ist oder keine Schwäche und das habe ich auch lernen müssen, dass ich wirklich in allen Bereichen sei als Familie, Haushalt in der Arbeit Hilfe annehme und mich nicht schlecht dabei fühle.
00:20:58: Und das dritte große Learning, was ich da rausziehen kann, ist, dass Unternehmertum ein richtig großes Privileg ist.
00:21:04: Also es ist für mich, ich schätze das so sehr dass ich was mitgestalten kann.
00:21:09: Was ich umsetzen darf und einfach auch Verantwortung habe gegenüber den Unternehmen, gegenüber Mitarbeitern und alles meinem Kindern vorleben kann.
00:21:17: Es ist natürlich eine große Verantwortung und man braucht ein riesengroßer Disziplin gerade wenn man Kinder hat.
00:21:23: aber es ist wirklich etwas Irrsinnig Schönes und ja... Das kann ich nur jeden weitergeben.
00:21:30: Bin ich sehr dankbar!
00:21:31: Ja, das ist glaube ich ganz, ganz wichtig.
00:21:34: Das stimmt also auch dieses Thema Verantwortung.
00:21:36: Was würdest du jetzt einer jungen Frau oder vielleicht einer potenziellen Unternehmerin sagen?
00:21:42: Was würdst du für einen Tipp mitgeben?
00:21:46: Boah, Tipp!
00:21:47: Also ich würde mal sagen Trauzeich und auch als Gewehransteigerin in die Technik als Frau es ist machbar, es ist möglich, auch wenn's sicher viele Hürden gibt auf viele Fragezeichen.
00:21:57: aber man muss sich einfach trauen Man muss den Mut haben, dass man einfach Dinge anders angeht und man muss nicht diese Null-Acht-Fünfzehn-Karriere haben.
00:22:06: Ich habe jetzt Marketing studiert und jetzt muss ich bis sechzeig Jahre lang in Marketing arbeiten.
00:22:10: Ich kann aus dieser Rolle ausbrechen, ich kann andere Dinge angehen.
00:22:15: Und ich glaube der größte Tipp für mich ist einfach Trotzreich!
00:22:19: Macht's!
00:22:20: Super, das ist ein ganz perfekter Tipp und der perfekte Abschluss.
00:22:24: Liebe Katharina vielen Dank dass du bei mir warst beim Frau in der Wirtschaft Podcast.
00:22:29: es freut mich sehr, dass du da warst.
00:22:30: deine Einblicke insbesondere zum Thema Werte verständen ist die finde ich ganz spannend und ich find's großartig dass du auch mehr Bewusstsein schaffen möchtest zum Thema Sanierungsarbeiten weil das ist glaube ich etwas was uns auch in den nächsten Jahren noch ganz stark begleiten wird und danke auch für dieses Thema Vereinbarkeit, Familie und Beruf.
00:22:49: Ich glaube das ist auch ganz wertvoll und gibt ganz vielen Zuhörerinnen und Zuhören die Kraft hier noch weiter zu machen weil tatsächlich ist es nicht so einfach und den Perfektionismus muss man einfach ablegen.
00:23:01: Vielen Dank dafür!
00:23:02: Ich sage danke für die Einladung!
00:23:04: Danke
00:23:04: sehr!
00:23:04: Das
00:23:06: war der Podcast von Frau in der Wirtschaft Oberösterreich.
00:23:10: ich bin Unternehmerin Punkt.
00:23:11: Vielen dank dass du dabei warst liebe Zuhäuerin.
00:23:14: Wenn du mehr bespannende Persönlichkeiten unternehmerinnen aus ganz Österreich erfahren möchtest, dann bleib dran.
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00:23:24: Ich freue mich aufs nächste Mal – deine Lisa Sieg.
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